München:

Autogipfel: Wirtschaftsminister fordert stärkere Unterstützung für Wasserstoffantriebe vom Bund

Aiwanger: „Mehr Wasserstoffantrieb und weniger Verbrenner-Bashing“

MÜNCHEN Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat vor dem heutigen Autogipfel von Bund, Ländern und der Industrie die Bundesregierung zur gezielten Unterstützung der Autobranche aufgefordert. Aiwanger: „Wir brauchen einen deutschen Zukunftsfonds nach bayerischem Vorbild, um den Transformationsprozess zu fördern. Bayern unterstützt den Wandel zur Digitalisierung und zu erneuerbaren Antrieben bereits mit mehr als 300 Millionen Euro aus dem Zukunftsforum Automobil. Jetzt muss auch die Bundesregierung ihren Anteil leisten, diese wichtige Industrie zu stärken.“

Die Automobil- und Zuliefererindustrie ist der wichtigste Industriesektor Bayerns mit mehr als 200.000 Arbeitsplätzen. 2019 erreichte die Branche einen Umsatz von 116,5 Milliarden Euro. Die Exportquote lag bei 66,8 Prozent. Die bayerischen Automobilhersteller Audi in Ingolstadt und BMW in München wie auch der Nutzfahrzeughersteller MAN gehören zu den erfolgreichsten der Welt. Aiwanger: „Der Auto-Sektor ist das Herzstück der bayerischen Industrie. Es muss alles getan werden, Hersteller und Zulieferer beim Technologiewandel hin zu nachhaltigen Antrieben zu unterstützen, wozu neben der Batterie auch Wasserstoff und der moderne Verbrenner gehören. Wir brauchen mehr Wasserstoffeinsatz und weniger Verbrenner-Bashing.

 

Konkret regte der bayerische Wirtschaftsminister erneut ein Lkw-Flottenaustauschprogramm von Bundesregierung und EU an. Aiwanger: „Schnelle Kaufananreize sind nötig, um neue Lkw zu verkaufen und in Einsatz zu bringen. Das sichert Arbeitsplätze und nutzt der Umwelt. Es kann doch nicht sein, dass zehntausende hochmoderne Lkw aufgrund des Coronaeinbruchs unverkauft auf Halde stehen, während gleichzeitig viele alte Stinker im Einsatz sind“, erklärte Aiwanger.

 

Zudem forderte der Staatsminister gezielte Anstrengungen, um bei Lkw und Pkw den Wasserstoffantrieb voranzubringen. Aiwanger: „Nur mit Hilfe von Wasserstoff und Brennstoffzelle können neben den batterieelektrischen Antrieben die diskutierten hohen Abgasgrenzwerte eingehalten werden. Wer die Latte so hoch legt wie EU und Bund, muss auch ein Sprungbrett hinstellen. Es müssen jetzt schnell konkrete und sinnvolle Programme kommen, um die angekündigten Wasserstoff-Milliarden auch in die Wirtschaft zu bringen.

 

Die zuvor bekanntgewordenen EU-Pläne, die Abgasgrenzwerte bis 2025 drastisch zu verschärfen, lehnte Aiwanger ab: „Die Vorgaben dieser EU-7-Norm sind übertrieben. Damit belastet man die heimische Autoindustrie massiv. Es ist schädlich, jetzt mitten in der Corona-Wirtschaftskrise die Verunsicherung noch weiter hochzutreiben. Moderne Verbrenner werden noch lange sowohl im heimischen Markt als auch weltweit auf große Nachfrage und Bedarf stoßen. Hier muss Vernunft mehr gelten als Ideologie.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.