Berlin:

Für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland
Bundesministerin Julia Klöckner und Bundesminister Horst Seehofer stellen Bericht der Bundesregierung zur Entwicklung der ländlichen Räume vor

Die Bundesministerin für die ländlichen Räume (BMEL), Julia Klöckner, hat heute gemeinsam mit dem Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, den Dritten Bericht der Bundesregierung zur Entwicklung der ländlichen Räume vorgestellt. Zuvor hatte das Bundeskabinett den Bericht der Bundesministerin in seiner heutigen Sitzung beschlossen.

Rund 90 Prozent der Fläche Deutschlands sind ländlich geprägt. Mehr als 50 Prozent der Menschen in der Bundesrepublik leben in einer ländlichen Region. Etwa 46 Prozent der Bruttowertschöpfung wird in unseren ländlichen Regionen erwirtschaftet. Lebenswerte ländliche Regionen sind für die Bundesregierung untrennbar mit gleichwertigen Lebensverhältnissen verbunden. Das Ziel sind wettbewerbsfähige ländliche Räume. Mit der Einsetzung der ‚Kommission für Gleichwertige Lebensverhältnisse‘ im Jahr 2018 wurde dieser Anspruch untermauert.

Auf rund 90 Seiten, unterteilt in fünf Kapitel und illustriert mit Karten aus dem Landatlas des Thünen-Instituts (www.landatlas.de<http://www.landatlas.de>), gibt der Regierungsbericht nun einen detaillierten Überblick über die Ziele, Schwerpunkte und Initiativen der Bundesregierung zur ländlichen Entwicklung. Für starke und zukunftsfähige ländliche Regionen legt die Bundesregierung einen Schwerpunkt auf:
• Die Umsetzung der Ergebnisse der ‚Kommission gleichwertige Lebensverhältnisse‘.
• Große Förderlinien auf EU- und nationaler Ebene.
• Das Konjunktur-, Krisenbewältigungs- und Zukunftspaket aufgrund der Corona-Pandemie.
• Forschungsaktivitäten, insbesondere des Thünen-Instituts für ländliche Räume.
• Wichtige Erkenntnisse durch das Monitoring mit dem Landatlas und dem Deutschlandatlas.
• Förderung von innovativen Ideen durch Modell- und Demonstrationsvorhaben.
• Zusammenarbeit mit den Ländern und Bündnisse mit weiteren Partnern.

Was konkret erreicht wurde:
• Von 2014 bis 2019 wurden insgesamt 1,87 Milliarden Euro der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) in die ländliche Entwicklung investiert – davon 1,12 Milliarden Euro Bundesmittel.
• Im gleichen Zeitraum flossen allein in die Gestaltung und Erhaltung von lebendigen Dörfern rund 422 Millionen Euro GAK-Fördermittel von Bund und Ländern.
• 1.850 Projekte Deutschland hat das BMEL über das „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung“ gefördert.
• Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner ist in ländlichen Regionen
o von 2000 bis 2017 nominal um 60 Prozent,
o zwischen 2010 und 2017 um 26 Prozent gestiegen.

Bundesministerin Julia Klöckner: „Ländliche Räume dürfen nicht die zweiten Sieger sein. Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse ist eine herausragende Aufgabe der beginnenden Dekade. Dörfer und Gemeinden sind nicht einfach nur ‚Vor-Orte‘ der großen Ballungsräume. Es geht um Augenhöhe zwischen Stadt und Land. Nur wer überall findet, was er zum Leben braucht, kann auch frei entscheiden, wo er leben möchte. Dabei zeigt der Bericht, dass wir die Bürger mit unseren Programmen in allen Lebensbereichen erreichen. Politik für ländliche Räume bleibt aber eine Daueraufgabe. Schnelles Internet und Mobilfunk, maßgeschneiderte Mobilitätsangebote, medizinische Online-Sprechstunden oder etwa das Arbeiten von zu Hause sind zentral.“

Bundesminister Horst Seehofer: „Der Bericht zur Entwicklung der ländlichen Räume bettet sich ein in das große Ziel der Bundesregierung: Die Schaffung gleicher Lebensverhältnisse überall in Deutschland. Alle Ressorts der Bundesregierung verfolgen eine aktive Strukturpolitik. Die Menschen sollen dort leben können, wo sie leben wollen. Daher bringen wir die Arbeit zu den Menschen, egal wo sie leben.“

Den Bericht im Wortlaut finden Sie unter: www.bmel.de/regierungsbericht-lr<http://www.bmel.de/regierungsbericht-lr>.

Zum Landatlas:
Der Atlas führt ausgewählte Indikatoren zu Lebensverhältnissen in ländlichen Räumen Deutschlands aus unterschiedlichen Quellen zusammen. Daten zur sozialen, demographischen und wirtschaftlichen Situation, zum Wohnen, zur Versorgungslage und zur Erreichbarkeit verschiedener Einrichtungen auf der Ebene von Kreisregionen, Landkreisen und kreisfreien Städten sowie für Gemeindeverbände und Gemeinden in Deutschland werden in Form von Karten dargestellt. Die 81 Indikatoren können häufig nicht nur für ein aktuelles Jahr betrachtet werden, sondern auch in ihrer zeitlichen Entwicklung.

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.