Berlin:

*Bundestag stimmt Sicherheitsanforderungen für künftiges
Atommüll-Endlager zu*

* *

*Der Bundestag hat heute der Verordnung des Bundesumweltministeriums über
die Anforderungen an die Sicherheit eines künftigen Endlagers für
hochradioaktive Abfälle mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Verordnung
enthält auch die Kriterien für die Durchführung von vorläufigen
Sicherheitsuntersuchungen im Rahmen des Standortauswahlverfahrens.*

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Ich freue mich über die breite
Zustimmung des Bundestages zu der Verordnung. Dies zeigt erneut, dass der
politische Konsens zum Standortauswahlverfahren weit über die Koalition
hinaus trägt. Gerade jetzt, wo die erstmalige Veröffentlichung von
konkreten Teilgebieten durch die BGE unmittelbar bevorsteht, ist dieses
parteiübergreifende Bekenntnis zu einer fairen, transparenten und
ergebnisoffenen Standortauswahl ein starkes Signal.“

Seit 2017 läuft das Standortauswahlverfahren für ein Endlager für
hochradioaktive Abfälle. Der Ablauf des Verfahrens wird durch das
Standortauswahlgesetz (StandAG) geregelt: In drei aufeinander folgenden
Phasen werden die Gebiete, die als möglicher Standort für ein Endlager in
Frage kommen, immer eingehender untersucht und die vergleichende Auswahl
weiter eingegrenzt. Eine wichtige Entscheidungsgrundlage im
Auswahlverfahren sind vorläufige Sicherheitsuntersuchungen. In diesen wird
in jeder der drei Phasen geprüft, ob ein mögliches Endlager in den
untersuchten Gebieten die Sicherheitsanforderungen einhalten würde. Am 28.
September wird die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) die
Teilgebiete benennen, für die sie in der ersten Phase des
Standortauswahlverfahrens erstmals vorläufige Sicherheitsuntersuchungen
durchführen will.

Der Gesetzgeber misst der Einbeziehung der Öffentlichkeit im
Standortauswahlverfahren hohen Wert bei. Deshalb hat das BMU auch bei der
Beteiligung der Öffentlichkeit im Verordnungsgebungsverfahren neue Wege
beschritten: Eine Entwurfsfassung der Verordnung wurde im Juli 2019
veröffentlicht und konnte über einen Zeitraum von vier Monaten
öffentlich kommentiert werden. Zusätzlich fand im September 2019 ein
öffentliches Symposium statt, auf dem der Verordnungsentwurf vorgestellt
und seine Inhalte im Detail diskutiert wurden. Viele der so eingegangenen
Kommentare haben Eingang in die nun beschlossene Fassung der Verordnung
gefunden und zu klareren Formulierungen beigetragen. Auch die
Beteiligungsdauer wurde auf Wunsch der Öffentlichkeit verlängert.

Ende Juni 2020 hat der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages
verschiedene Experten zur Verordnung angehört. Dabei traf die Verordnung
bei der großen Mehrheit der geladenen Experten auf Zustimmung.

Mit der jetzt erfolgten Zustimmung des Bundestages kann die Verordnung
zeitnah in Kraft treten.

Weiterführende Informationen zum Standortauswahlverfahren, zur Benennung
der Teilgebiete und zur Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie auf der
Webseite www.endlagersuche-infoplattform.de
<https://www.bmu.de/presseverteiler/lt.php?tid=+Spk9/7nsISUeXYLf5LkoR5cuO4tbEFfj/9o1JsF52CBuBNZyf87oKSsg41K6FIQ>
des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

Quelle: bmu.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.