Berlin:

Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ wird fortgeführt

Bundesfamilienministerium fördert das Netzwerk für bürgerschaftliches Engagement bis 2023 mit 1,65 Millionen Euro

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) setzt seine Unterstützung für das Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ fort: In den kommenden drei Jahren fördert das Ministerium das seit 2015 bestehende Netzwerk mit insgesamt 1,65 Millionen Euro. In der dritten Phase des Programms steht die weitere Vernetzung im Vordergrund. Das Programm soll zum größten bundesweiten Lernnetzwerk von Städten und Gemeinden sowie Engagementförderern werden.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Die „Engagierte Stadt“ ist ein Erfolgsmodell. Seit fünf Jahren arbeiten wir mit Stiftungen zusammen, um das lokale Engagement im Zusammenspiel mit Politik, Verwaltung und den Unternehmen vor Ort zu aktivieren und zu stärken. Und das zeigt Wirkung: Viele Engagierte Städte in ganz Deutschland haben Ansprechpersonen für Engagierte und Vereine in der Verwaltung geschaffen, Online-Portale aufgebaut, die über örtliche Mitmachmöglichkeiten informieren, und sogar lokale Engagementstrategien für bürgerschaftliches Engagement etabliert. Sie sind dadurch als Wohn- und Lebensort attraktiver geworden. Wie wichtig diese Netzwerke aus Engagierten sind, wird derzeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie deutlich: Die Städte und Gemeinden können rasch und effizient ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mobilisieren – zum Beispiel für Hilfe in der Nachbarschaft oder für ältere Menschen.“

Im Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ fördern das BMFSFJ, die Bertelsmann Stiftung, die Körber-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Breuninger Stiftung, die Joachim Herz Stiftung und die Bethe Stiftung bürgerschaftliches Engagement in 50 ausgewählten Städten und Gemeinden Deutschlands: Vom Engagement des Einzelnen bis hin zu einer Verantwortungsgemeinschaft, die bürgerschaftliches Engagement vor Ort gemeinsam fördert, indem sie neue Formen der strategischen Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft auf Augenhöhe entwickelt und erprobt.

Die Städte und Gemeinden sollen sich in städteübergreifenden Partnerschaften vernetzen und von- sowie miteinander lernen. In ihrer Arbeit vor Ort werden sie durch professionelle Prozessberatungs- und Qualifizierungsangebote durch die Programmpartner und das Programmbüro unterstützt zu Themen wie „Kooperation erfolgreich gestalten“, „Strategieentwicklung“, „Engagierte gewinnen und halten“, „Fundraising“ oder „Öffentlichkeitsarbeit und Social Media“. Ziel ist die Entwicklung von individuellen Lösungen zur Stärkung von Engagementstrukturen durch eine engere Zusammenarbeit.

Netzwerk soll auf bis zu 100 Städte und Gemeinden anwachsen

Bis 2023 soll das Netzwerk von den 50 bisherigen auf bis zu 100 Städte und Gemeinden anwachsen, die schrittweise ab Juli 2020 aufgenommen werden. Teilnehmen können Städte, Gemeinden und Quartiere mit 10.000 bis 250.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das bereits gestartete Interessenbekundungsverfahren läuft bis zum 15. Mai 2020 und ist unter folgendem Link zu finden: www.engagiertestadt.de/mitmachen/.

Bundesfamilienministerin Giffey ruft zur Teilnahme auf: „Ich ermutige alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sich für die dritte Phase des Programms zu bewerben. Profitieren Sie als Stadt oder Gemeinde von den vielfältigen Erfahrungen der Engagierten Städte und den Angeboten des Programms. Es lohnt sich.“

Die Weiterentwicklung vom Förder- zum Netzwerkprogramm wird verstärkt durch die künftige Ansiedlung des Programmbüros der Engagierten Stadt beim Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Außerdem konnten mit dem Deutschen Städtetag sowie Rheinland-Pfalz neue Partner für die dritte Phase des Programms gewonnen werden. Mit Rheinland-Pfalz schließt sich zum ersten Mal ein Bundesland dem Netzwerkprogramm an. Das Land plant eine finanzielle Förderung der am Programm beteiligten Städte in Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen finden Sie unter www.engagiertestadt.de

Bisher sind folgende Städte im Programm vertreten:

In Phase I + II (2015-2020)

Ahrensburg (SH)

Heidenheim (BW)

Neustadt (Aisch) – Bad Windesheim (BY)

Ammerbuch (BW)

Herzberg am Harz (NI)

Radebeul (SN)

Apolda (TH)

Hohe Börde (ST)

Rheinfelden (BW)

Bitburg (RP)

Holzkirchen (BY)

Ribnitz-Damgarten (MV)

Bocholt (NW)

Illingen (SL)

Rösrath (NW)

Buchholz in der Nordheide (NI)

Kaufbeuren (BY)

Schmalkalden (TH)

Cuxhaven (NI)

Königswinter (NW)

Schwerte (NW)

Daun (Verbandsgemeinde) (RP)

Kronach (BY)

Sondershausen (TH)

Ebersbach-Neugersdorf (SN)

Lilienthal (NI)

Stendal (ST)

Elmshorn (SH)

Marburg (HE)

Titisee-Neustadt (BW)

Flensburg (SH)

Marienberg (SN)

Weißwasser (SN)

Forst (Lausitz) (BB)

Memmingen (BY)

Wetzlar (HE)

Freiberg (SN)

Naumburg (ST)

Wilhelmshaven (NI)

Gersthofen (BY)

Neu-Ulm (BY)

Worms (RP)

Görlitz (SN)

Neubrandenburg (MV)

Zwickau (SN)

Guben (BB)

Neuenhagen (BB)

 

In Phase I (2015-2017)

Bautzen (SN)

Dessau-Roßlau (ST)

Gießen (HE)

 

Web-Ansicht: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/netzwerkprogramm–engagierte-stadt–wird-fortgefuehrt/154510

Abonnieren: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/newsletter/abonnieren

Archiv: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/newsletter/newsletter-archiv

Abmelden: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/newsletter/abmelden

Quelle: bmfsfj.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.