München:
Justizministerin Merk fordert zügige Verabschiedung des deutschen Mediationsgesetze: „Es wäre eine Ironie des Schicksals, wenn sich Bundestag und Bundesrat ausgerechnet beim Mediationsgesetz nicht zusammenraufen könnten!“

 

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk fordert
nachdrücklich eine baldige Verabschiedung des deutschen
Gesetzes über die Mediation in gerichtlichen Verfahren.
„Die europäische Richtlinie über die Mediation in
Zivil- und Handelssachen wäre bereits vor einem Jahr
in deutsches Recht umzusetzen gewesen. Dass das entsprechende
Gesetz in Deutschland immer noch nicht verabschiedet
ist, ist kein gutes Zeichen für Mediation und außergerichtliche
Streitbeilegung!“

 

Die Mediation
ist ein Verfahren zur einvernehmlichen Beilegung von
Konflikten, das den Parteien eine in vielen Fällen
vorzugswürdige umfassende Lösung ihres Konflikts
ermöglicht. Durch das bereits im März 2011 von der
Bundesregierung vorgelegte Mediationsgesetz sollten
u. a. Qualitätsanforderungen an Mediatoren geregelt
und die Vertraulichkeit von Mediationsverhandlungen
sowie die Vollstreckbarkeit von Mediationsvereinbarungen
geregelt werden. Der Bundesrat hatte allerdings – gegen
die bayerische Stimme – am 10. Februar 2012 den Vermittlungsausschuss
gegen das Gesetz angerufen, weil er eine ausdrückliche
Regelung auch der Mediation durch Richter in dem Gesetz
wünschte. „Dabei geht es meines Erachtens um einen
Streit um Kaisers Bart“, so Merk. „In dem Gesetz ist
eine Mediation durch Richter durchaus vorgesehen, die
allerdings ‘Güterichter‘ und nicht ‘Mediationsrichter‘
genannt werden – ein Modell, das wir in Bayern seit
Jahren erfolgreich praktizieren und das bestens funktioniert.
Ein Streit um Worte und Begrifflichkeiten darf aber
doch nicht dazu führen, dass Umsetzungsfristen versäumt
werden und ein klares Signal für die Mediation ausbleibt
„, so Merk. Die Ministerin gab ihrer Hoffnung Ausdruck,
dass bald eine Sitzung des Vermittlungsausschusses
zustande kommt und ein konstruktives Ergebnis erzielt
wird. „Es wäre schon eine Ironie des Schicksals, wenn
ausgerechnet beim Erlass des Mediationsgesetzes der
Gesetzgeber sich nicht zusammenraufen und eine konstruktive
Lösung finden könnte. Die Mediation nennt sich in
diesem Fall Vermittlungsverfahren und sollte bald genutzt
werden!“

Quelle: stmj.bayern.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.