München:

Bernd Sibler neuer Vorsitzender – Schwerpunkte: Föderalismus stärken, Digitalisierung voranbringen, Kultur im ländlichen Raum sichtbar machen

Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler übernimmt 2020 den Vorsitz der Kulturministerkonferenz und will die Eigenverantwortung der Länder in seiner Amtszeit noch stärker betonen. Der Zusammenschluss der Kulturministerinnen und -minister sowie der Kultursenatorinnen und -senatoren der Länder behandelt Angelegenheiten der Kulturpolitik von grundsätzlicher, deutschlandweiter Relevanz. Ziel ist eine gemeinsame Meinungs- und Willensbildung und die Vertretung gemeinsamer Anliegen gegenüber der Bundesregierung.

Anlässlich der Amtsübernahme betonte Bernd Sibler in München: „Deutschlands Kultur ist geprägt von einer großen und beeindruckenden Vielfalt und Vielschichtigkeit. Dieser Reichtum ist unserem föderalen System zu verdanken, das auf die Verantwortlichkeit vor Ort vertraut. Auf diese bewährte Struktur setze ich, denn wir Länder wissen jeweils am besten, wie wir Kunst und Kultur vor Ort erhalten und weiterentwickeln können.“ Die Kulturhoheit – und damit auch die Kulturförderung – liegt nach der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland bei den Ländern. „Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Ländern den Föderalismus noch stärker als bisher in die Kulturpolitik einzubringen. Wir müssen unsere Vorhaben deutlich artikulieren und dabei in geeigneten Fällen den Bund mit ins Boot holen – ohne uns von unserer Eigenverantwortung etwas nehmen zu lassen.“ Sibler ergänzte mit Blick auf die Gründungsgeschichte der Bundesrepublik: „Schließlich haben sich die Länder den Bund geleistet – und nicht umgekehrt.“

Als weiteren Schwerpunkt seiner einjährigen Amtszeit nannte er den Zugang zum kulturellen Angebot gerade auch im ländlichen Raum. Eine zunehmende Digitalisierung im Kulturbereich könnte dazu einen wertvollen Beitrag leisten, so Sibler. Daher wolle er diesen Themen einen besonderen Stellenwert einräumen. Aber auch der Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten und die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut solle weiter die gemeinsame Agenda bestimmen.

„Mit einer gemeinsamen, starken Stimme in Fragen der Kulturpolitik sprechen“

„Die 2019 gegründete Kulturministerkonferenz ermöglicht es uns Ländern, im Spannungsfeld zwischen Kulturhoheit und Zusammenarbeit mit einer gemeinsamen, starken Stimme in Fragen der Kulturpolitik und der Kulturförderung zu sprechen“, so Sibler. Er freue sich auf die anstehenden Aufgaben. Die erste Sitzung der Kulturministerkonferenz – kurz Kultur-MK – unter dem Vorsitz Bayerns ist am 13. März in Berlin geplant. Die Kultur-MK hat 2019 ihre Arbeit aufgenommen und kam im März 2019 zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Unter dem Dach der Kultusministerkonferenz beraten und entscheiden die Mitglieder zwei Mal im Jahr in einer Frühjahrs- und einer Herbstsitzung – zuvor hatten sich die Kulturminister nur im Rahmen der Kultusministerkonferenz getroffen.

Quelle:stmwk.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.