München:

Glauber: Vertragsnaturschutzprogramm bringt mehr Mittel
Umsetzung des Volksbegehrens Plus durch kooperativen Naturschutz

Beim Vertragsnaturschutz werden die Prämien insbesondere für Weidetierhalter, Bewirtschafter von Streuobstwiesen und Teichwirte wesentlich erhöht. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München: „Unser Vertragsnaturschutzprogramm startet 2020 mit erfreulichen Neuerungen für die mittlerweile über 20.000 teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern. Wir setzen das Volksbegehren Plus zusammen mit den Bauern, Schäfern und Teichwirten um. Kooperation ist der Schlüssel zum Erfolg beim Artenschutz. Mit den erhöhten Prämien wird eine wirtschaftliche Zukunftsperspektive für Betriebe geschaffen, die mit der naturverträglichen Bewirtschaftung ihrer Flächen Verantwortung für den Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft übernehmen.“

Die Neuerungen im Vertragsnaturschutz gelten nicht nur für Neuantragsteller, sondern auch für Teilnehmer mit bereits laufenden Vereinbarungen. Das ist neu im Vertragsnaturschutzprogramm:
Erhöhung der Prämien für Streuobstwiesen um 50 Prozent: statt bislang 8 Euro pro Baum gibt es zukünftig 12 Euro pro Baum. Zusätzlich kann nun die Förderung einer extensiven Beweidung mit der Förderung von Streuobst auf ein und derselben Fläche kombiniert werden. „Damit verbessern wir die Anerkennung der Leistungen der Bewirtschafter von Streuobstwiesen bereits ab dem Jahr 2020 wesentlich. Wie zugesagt fördern wir bei der Umsetzung des Volksbegehrens Plus Bienen und Bauern“, so Glauber.
Erhöhung der Prämien für die extensive Beweidung mit Rindern, Schafen und Pferden von bisher 310 Euro pro Hektar und Jahr auf 420 Euro, bei Beweidung mit Ziegen von bisher 500 Euro pro Hektar und Jahr auf 570 Euro.
Zudem können sich Öko-Bauern nun wesentlich besser beim Vertragsnaturschutz beteiligen. So ist eine Kombination von Ackermaßnahmen im Vertragsnaturschutz mit der Förderung für den ökologischen Landbau (KULAP B10) nun möglich. Dabei wird die KULAP-Prämie in voller Höhe ausgezahlt, beim Vertragsnaturschutz zusätzlich eine Prämie von 310 Euro pro Hektar um Kornblumen und Acker-Rittersporn eine Chance zu geben. Auch beim Düngeverzicht auf Vertragsnaturschutzäckern wird bei Kombination mit der KULAP-Ökoförderung nun eine Prämie von 120 Euro pro Hektar gewährt.
Auch für die Teichwirte wird durch deutlich erhöhte Prämien die naturverträgliche Bewirtschaftung der Teiche gesichert. Bisher lag die Prämie für eine besonders naturverträgliche Bewirtschaftung zwischen 490 und 530 Euro je Hektar. Diese Prämie wird nun je nach Auflagen auf 640 bis 690 Euro erhöht. Auch die Prämie für den Nutzungsverzicht aus Artenschutzgründen in ausgewählten Teichen steigt von 590 Euro pro Hektar auf 720 Euro pro Hektar.

Alle Änderungen stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die EU-Kommission.

Die Antragstellung beginnt am 7. Januar und endet am 28. Februar 2020. Interessierte Land- und Teichwirte sowie Schäfer werden gebeten, sich bald mit der für sie zuständigen unteren Naturschutzbehörde in Verbindung zu setzen. Bei allen Maßnahmen sind Neuantragstellungen für fünf Jahre möglich, alternativ können für auslaufende Vereinbarungen Anschlussverpflichtungen mit einer Laufzeit von drei Jahren vereinbart werden. In diesen Fällen ist kein Beratungsgespräch an der unteren Naturschutzbehörde erforderlich, es wird jedoch empfohlen sich auch in diesen Fällen mit der unteren Naturschutzbehörde abzustimmen. Sofern vom Bewirtschafter inhaltliche Änderungen gewünscht sind oder neue Flächen hinzugenommen werden sollen, ist auf jeden Fall eine Neuantragstellung für fünf Jahre erforderlich.

„Nachdem die Staatsregierung die Mittel für den Vertragsnaturschutz im Rahmen des Nachtragshaushaltes 2020 um fast 15 Millionen Euro erhöht, freue ich mich auf zusätzliche Partner. Ich rufe alle Landwirte zum Mitmachen beim Vertragsnaturschutz auf“, appellierte Glauber.

Quelle:stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.