Wiesbaden:

Elektromobilität/Elektrobusse

Svenja Schulze: „Wiesbaden zeigt, wie umweltfreundlicher Nahverkehr
geht“

Wiesbaden stellt ÖPNV-Busse auf Elektroantrieb um und testet
Wasserstoffbusse

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden stellt ihre Busflotte schrittweise
komplett auf Elektrofahrzeuge um. Das Bundesumweltministerium fördert dies
mit insgesamt rund 45 Millionen Euro. Damit werden insgesamt 140
Elektrobusse angeschafft. Das städtische Verkehrsunternehmen, die ESWE
Verkehr, hat heute bei einer öffentlichen Präsentation der neuen Busse
den symbolischen Förderscheck des Bundesumweltministeriums erhalten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Wiesbaden geht mit gutem Beispiel
voran und zeigt, wie ein umweltfreundlicher und attraktiver ÖPNV möglich
wird. Das ist gerade vor dem Hintergrund der zurückliegenden Diskussionen
um die Luftschadstoffbelastung in der Stadt eine gute Nachricht. Das
Projekt ist einzigartig, weil die Wiesbadener Verkehrsgesellschaft damit
den größten Elektrobusanteil einer ÖPNV-Flotte in Deutschland haben
wird. Zugleich wird sie zukünftig alle Buslinien mit leisen, abgasfreien
Modellen bedienen. Ich freue mich, dass wir die Stadt bei diesem wichtigen
Vorhaben mit unserer Förderung unterstützen können.“

Die Gesamtstrategie der Landeshauptstadt und des Verkehrsunternehmens sieht
einerseits die vollständige Umstellung der 235 Fahrzeuge umfassenden
Busflotte auf Modelle mit elektrischem Antrieb vor, andererseits die
Erprobung von Wasserstoffbussen, die mit regional erzeugtem grünen
Wasserstoff betrieben werden sollen sowie den Bau einer Straßenbahn und
die Elektrifizierung von Hilfsfahrzeugen und Dienstwagen.

Mit der Förderung des Bundesumweltministeriums werden bis Ende 2021 120
Elektro-Solobusse und 20 Elektro-Gelenkbusse in der Stadt angeschafft. Die
Fahrzeuge lösen nach und nach ältere Dieselbusse im Linienbetrieb ab.
Neben den Elektrobussen werden auch Teile der notwendigen Ladeinfrastruktur
auf dem Betriebshof sowie weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem
Einsatz der Busse, wie Schulungen von Fahr- und Werkstattpersonal,
unterstützt. Die gegenüber einem Dieselbus entstehenden Mehrkosten werden
dabei zu 80% durch das Bundesumweltministerium übernommen. Die übrigen
Ausgaben werden mit 40% gefördert.

Deutschlandweit unterstützt das Bundesumweltministerium derzeit 13
Elektrobus-Projekte mit insgesamt rund 230 Mio. Euro, bei denen zusammen
rund 650 Elektrobusse beschafft werden. Vor dem Start der BMU-Förderung
gab es gerade einmal rund 100 Busse mit batterieelektrischen Antrieben.
Weitere Projekte zum Einsatz von Elektrobussen stehen vor ihrer
Fördergenehmigung.

Svenja Schulze: „Mit der großen Zahl an Elektrobussen, die wir in
Deutschland fördern, leisten wir nicht nur einen Beitrag für mehr
Umweltschutz im Verkehr, sondern geben auch einen industriepolitischen
Impuls. Denn damit wird die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wie auch deren
Weiterentwicklung unterstützt. Die Automobilindustrie muss diese Chance
nutzen und sich nicht nur bei Pkw, sondern auch bei Nutzfahrzeugen auf
umwelt- und klimafreundlichere Modelle umstellen. Mir ist das wichtig, um
Industriearbeitsplätze langfristig in Deutschland zu sichern.“

Quelle: bmu.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.