München:
Merk schlägt Verschärfung des Stalking-Paragraphen vor / „Für die Opfer und ihre Angehörigen dringend notwendig“

Anlässlich eines Verfahrens vor dem Landgericht
Augsburg gegen einen Stalker, der gestern gestand,
nach monatelangem Stalken seiner früheren Lebensgefährtin
deren neuen Partner ermordet zu haben, hat Bayerns
Justizministerin Dr. Beate Merk nachdrücklich an ihre
Forderung nach einer Verschärfung des Stalking-Paragraphen
erinnert.

 

„Zu dem Einzelfall
kann und möchte ich nichts sagen“, so Merk. „Aber
eines zeigt er wohl ganz deutlich: Stalking ist auch
deshalb so gefährlich, weil es eskalieren und das
Leben des Gestalkten, aber auch von dessen Partner
und Freunden bedrohen kann. Deshalb müssen wir bei
der Bekämpfung des Stalking möglichst früh ansetzen
können. Der Stalking-Paragraph hat aber derzeit noch
entscheidende Schwächen: Er lässt eine psychische
Belastung des Opfers, und sei sie auch noch so stark,
allein nicht ausreichen. Vielmehr muss beim Opfer erst
eine „schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung“
eintreten – das heißt, es muss seine äußere Lebensführung
ändern. Das Opfer, das Stärke zeigt und sich nach
außen nichts anmerken lässt, wird also im Regelfall
nicht geschützt. Hier muss es in Zukunft reichen,
dass das beharrliche Nachstellen „geeignet“ ist, diese
Wirkung herbeizuführen. Dann können wir in derartigen
Fällen auch frühzeitig mit Untersuchungshaft, der
beim Stalking so genannten „Deeskalationshaft“, reagieren.
„Ich bereite hier einen Gesetzentwurf vor, die wir
demnächst breit diskutieren werden“, so Merk. „Hier
muss sich etwas tun – für die Opfer und für ihre
Partner und Angehörige!“

Quelle: stmj.bayern.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.