München:

Von den Umbrüchen der Vergangenheit für den Aufbruch in die Zukunft lernen – Bayerische Schülerinnen und Schüler überzeugen im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit herausragenden Beiträgen

Piazolo: „Alle 22 prämierten Arbeiten zeigen, wie viel man aus der Geschichte lernen kann, wenn man sie anhand von konkreten Forschungsprojekten wiederaufleben lässt.“

Im Rahmen der Preisverleihung beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten hat Ministerialdirektor Herbert Püls, Amtschef im Kultusministerium, heute in München die Landessieger und Förderpreisträger aus ganz Bayern geehrt: „Ihr alle habt euch mit viel Engagement und Freude am Forschen und Entdecken auf eine lehrreiche, historische Spurensuche begeben. Dabei habt ihr in den Archiven sowie in alten historischen Quellen einige neue Erkenntnisse ans Tageslicht geholt, aber auch in Gesprächen mit Zeitzeugen und Experten viel wichtiges Hintergrundwissen erfahren. Ich gratuliere euch zu euren sehr gut recherchierten und informativ aufbereiteten Forschungsbeiträgen.“ Insgesamt hatten rund 500 Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern über 80 Beiträge eingereicht, 22 davon wurden als beste Arbeiten ausgewählt und erhielten dafür heute ihre Auszeichnungen.

Zu den herausragenden Leistungen gratulierte auch Kultusminister Michael Piazolo: „Eure Arbeiten zeigen, wie viel mehr man aus der Geschichte lernen kann, wenn man historische Ereignisse nicht nur an Daten festmacht, sondern an konkreten Beispielen aus Biographien oder der damaligen Lebenswelt. Wer die Umbrüche in der Vergangenheit kennt und die entsprechenden Lehren daraus zieht, kann den Aufbruch in die Zukunft sinnvoll mitgestalten.“ Umbruch und Aufbruch waren Leitmotive des diesjährigen Wettbewerbs, der unter dem Motto „So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“ stand.

Von der Revolution 1919 bis zum Mauerfall 1989 – breites Spektrum an Themen spiegelt Zeiten von Umbruch und Krise wider

Beispiele von Krisen, Umbrüchen und Aufbrüchen fanden die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei meist in ihrem direkten Lebensumfeld, sei es in den Flucht-und Migrationserfahrungen der eigenen Familie oder in der eigenen Region. Viele der Arbeiten begaben sich auf die Suche nach den Spuren des jüdischen Lebens in ihrem Heimatort oder beleuchteten die Regionalgeschichte in der Kriegs-und Nachkriegszeit. Andere Projekte beschäftigten sich mit der innerdeutschen Teilung und den Auswirkungen des Mauerbaus sowie des Mauerfalls. Die „friedliche“ Revolution von 1989 wurde dabei ebenso aufgegriffen wie die Revolution von 1919, die in Bayern zu blutigen Unruhen führte. So vielfältig die Themen der eingereichten Beiträge waren, so abwechslungsreich gestaltete sich auch die Form der Dokumentation: Von selbst konzipierten Ausstellungen über Podcasts bis hin zu Rollenspielen fanden die Schülerinnen und Schüler viele kreative Wege, um ihre historischen Funde anschaulich zu präsentieren und Geschichte dabei lebendig werden zu lassen.

Zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt richten seit 1973 den bundesweit mit bislang über 146.500 Teilnehmern und rund 33.500 Beiträgen teilnahmestärksten Geschichtswettbewerb für junge Menschen in Deutschland aus. Er findet im zweijährigen Turnus zu wechselnden Themen statt.  Sein übergeordnetes Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Auf Landesebene vergibt die Körber-Stiftung 250 Landespreise und 250 Förderpreise. Alle Landessieger haben die Chance, im November 2019 als Bundessieger in Berlin vom Bundespräsidenten geehrt zu werden.

Die ausgezeichneten Schulen in Bayern und ihre Beiträge zum Geschichtswettbewerb im Überblick:

Landessieger

Jüdisches Gymnasium München

„Spuren im Sand. Die Geschichte des hebräischen Gymnasiums in München von 1946-1951“

Louise-Schroeder-Gymnasium München

„Point Alpha – Ein Stellvertreter“

Dom-Gymnasium Freising

„Wenn Steine sprechen könnten… Jüdisches Leben in Freising zur Zeit des Nationalsozialismus“

Simpert-Kraemer-Gymnasium Krumbach

„Kriegsende 1945 und Neubeginn in der Nachkriegszeit in Krumbach (Schwaben). Die Übergabe der Stadt Krumbach an amerikanische Soldaten am 27. April 1945 als ‚Stunde Null‘?“

Gymnasium Carolinum Ansbach

„Räte-Republik. Eine Ansbacherin liest sich durch die Revolution“

Hans-Scholl-Realschule für Knaben Weiden

„WAA Wackersdorf. So geht’s nicht weiter. Krise – Umbruch – Aufbruch“

Kepler-Gymnasium Weiden

„‚Neues Glück im Tal des Todes‘ eine Untersuchung zur sozialen Praxis der Vergangenheitsbewältigung am Beispiel der Rebesiedlung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg“

Private Berufsschule der St. Michaelis-Werke e.V. Grafenwöhr

„Handicap – back to the past. Ein Rollenspiel zur NS-Zeit und danach. Wie lebten Menschen mit Behinderung in der NS-Zeit? Wie leben sie heute? – Eine kreative Aufarbeitung“

Grundschule Altenstadt

„Die Geschichte der Familie Steinhauser und das verschwundene Dorf Paulusbrunn“

Willi-Ulfig-Mittelschule Regensburg

„Frieda Schottig gibt nicht auf. Schoah – ein Wort, das Vergangenheit in Erinnerung bleiben lässt“

Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg

„GESCHICHTE für dich. Warum floh die Regierung 1919 nach Bamberg“
Förderpreisträger

Michaeli-Gymnasium München

„Der Mauerfall – Umbruch in der DDR“

Michaeli-Gymnasium München

„Das Attentat bei Olympia 1972“

Gymnasium Geretsried

„Lager und Siedlung: Vom Föhrenwald zu Waldram“

Deutschherren-Gymnasium Aichach

„Frauenstimmrecht nein? 100 Jahre Frauenwahlrecht. Sind Frauen heute politischgleichberechtigt?“

Johannes-Scharrer-Gymnasium Nürnberg

„Alle hielten dicht – 16 flohen. Eine Schulklasse wählte die Freiheit.“

Augustinum-Gymnasium Weiden

„Dr. Loew Soziale Dienstleistungen“

Kepler-Gymnasium Weiden

„Im Wandel der Zeit. Die Reformation im Fürstentum Pfalz-Neuburg“

Gustl-Lang-Schule Staatliche Wirtschaftsschule Weiden

„Ausstellung KZ-Gedenkstätte Flossenbürg – 74 Jahre nach der Befreiung. Was war? Was bleibt? Was hat das mit mir zu tun? Unsere Gedanken – dargestellt mit Light Painting“

Caspar-Vischer-Gymnasium Kulmbach

„Das Tagebuch von Maria Hofmann. Mein Weg in die Freiheit“

Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg

„Demokratie in unruhigen Zeiten. 1919 Die Bamberger Verfassung – Geschichte und Geschichten zur Bamberger Verfassung“

Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium Münnerstadt

„Gerhard Cartellieri. Bürgermeister von Gotenhafen. Ein biografischer Blick auf schwierige Entscheidungen in krisenhaften Zeiten“

Auszeichnung als landesbeste Schule

Kepler-Gymnasium Weiden

Quelle: stmuk.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.