München:

Huml rät zur FSME-Schutzimpfung – Bayerns Gesundheitsministerin: In diesem Jahr bislang 95 FSME-Fälle und 2.209 Lyme-Borreliose-Fälle infolge von Zeckenstichen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml wirbt angesichts der gestiegenen Fallzahl der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erneut für Schutzimpfungen. Huml betonte am Sonntag: „In diesem Jahr hat es bislang 95 FSME-Fälle gegeben (Stand 22. Juli 2019). Das sind 23 Fälle weniger als im Vorjahreszeitraum. Seit Juni beobachten wir – wie für die FSME typisch – einen starken Anstieg der Fälle. Vor allem wer sich oft in der Natur aufhält – etwa beim Wandern oder auch im eigenen Garten – sollte sich jetzt noch impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in Risikogebieten mit Zecken in Kontakt kommen könnten.“

Die Ministerin fügte hinzu: „FSME ist keine Lappalie. Denn die Folge können Entzündungen von Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark sein. Vor allem bei älteren Menschen kann die Erkrankung schwer verlaufen. Aber auch Kinder sind gefährdet.“

Huml verwies darauf, dass seit der Meldepflicht für FSME-Erkrankungen im Jahr 2001 immer mehr Regionen in Bayern zum FSME-Risikogebiet erklärt wurden. In Deutschland besteht ein Risiko für FSME-Infektionen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen. Aktuell sind bereits 91 von 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten vom Robert Koch-Institut als FSME-Risikogebiete deklariert worden.

Im gesamten Jahr 2018 lag die Zahl der FSME-Fälle in Bayern nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 224. Im Jahr 2017 waren es 234 Fälle.

Huml unterstrich: „Zecken können neben FSME auch die Infektionskrankheit Lyme-Borreliose übertragen. Bei ihr kann es auch Wochen bis Monate nach dem Stich noch unter anderem zu schmerzhaften Nervenentzündungen kommen.“

In diesem Jahr wurden dem LGL bislang 2.209 Borreliose-Fälle gemeldet – im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 2.498 Borreliose-Fälle. Seit Juni steigen auch hier die übermittelten Erkrankungen in Bayern stark an.

Die Ministerin erläuterte: „Gegen die Infektionskrankheit Lyme-Borreliose schützt keine Impfung, sie kann aber in der Regel gut mit Antibiotika therapiert werden. Je früher dies geschieht, umso besser ist es. Borreliose kann auch Wochen nach dem Zeckenstich noch zu schmerzhaften Entzündungen zum Beispiel von Nerven oder Gelenken führen, deshalb ist eine möglichst frühzeitige Diagnose wichtig.“

Gut erkennbar ist die Lyme-Borreliose an der sogenannten Wanderröte, einer ringförmigen Rötung um die Zeckenstichstelle. Bisherigen Auswertungen bayerischer Meldezahlen zufolge sind etwa 97 Prozent der gemeldeten Fälle eine Wanderröte. Es ist wichtig, Zecken möglichst schnell und mit einem dafür geeigneten Werkzeug zu entfernen und die Hautstelle auf das Auftreten der Wanderröte (sogenanntes Erytheme migrans) zu beobachten und umgehend einen Arzt aufzusuchen.

Quelle: stmgp.bayern.de

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Versäumt

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