Berlin:

Nitratrichtlinie: Deutschland erhält Mahnschreiben

Die Europäische Kommission hat gegenüber Deutschland heute das
Zweitverfahren wegen Verstößen gegen die Nitratrichtlinie eröffnet. Auch
die Düngeverordnung von 2017 reicht nach ihrer Auffassung nicht zur
Umsetzung des EuGH-Urteils aus. Das Bundesumweltministerium und das
Bundeslandwirtschaftsministerium hatten im Juni, nach intensiver Diskussion
mit Ländern, Verbänden und Abgeordneten Vorschläge zur Anpassung der
geltenden Düngeregelungen an die Europäische Kommission übermittelt, um
den Schutz der Gewässer vor dem Eintrag des Pflanzennährstoffs Nitrat zu
verbessern. Auch diese Vorschläge sind aus Sicht der Europäischen
Kommission nicht ausreichend.

Die beiden Bundesministerien werden jetzt den Inhalt des Mahnschreibens der
Europäischen Kommission prüfen und die Antwort innerhalb der
Bundesregierung unter Einbeziehung der Länder abstimmen. Die
Bundesregierung arbeitet daran in der nur achtwöchigen Frist eine Einigung
zu erzielen. In dieser Zeit wird die Bundesregierung weiterhin Gespräche
mit der EU-Kommission führen, um zügig zu einer einvernehmlichen Lösung
zu gelangen. Klares Ziel ist es nach wie vor, das Urteil vom 21. Juni 2018
so schnell wie möglich und vollständig umzusetzen und eine mögliche
Verurteilung zu vermeiden und Strafzahlungen abzuwenden.

Mit Urteil vom 21. Juni 2018 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH)
festgestellt, dass Deutschland die Nitrat-Richtlinie verletzt hat. Der
Verstoß liege darin, dass die Bundesrepublik im September 2014 keine
weiteren „zusätzlichen Maßnahmen oder verstärkte Aktionen“ zum
Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus der Landwirtschaft
ergriffen habe, obwohl deutlich gewesen sei, dass die bis dahin ergriffenen
Maßnahmen nicht ausreichten. Die am 2. Juni 2017 in Kraft getretene
novellierte Düngeverordnung war nicht Gegenstand des Verfahrens, sondern
die alte Düngeverordnung von 2006. Auf Grund des Urteils des Europäischen
Gerichtshofes sieht die Europäische Kommission allerdings auch
Anpassungsbedarf an der Düngeverordnung aus 2017. Mit dem Mahnschreiben
leitet die Kommission das Zweitverfahren ein, da Deutschland nach
Auffassung der Kommission noch nicht die notwendigen Maßnahmen zur
Umsetzung des genannten Urteils getroffen hat.

Quelle: bmu.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.