München:

Bayerisches Justiz-Projekt „Haftsache“ mit zwei Universal Design Awards ausgezeichnet / Justizminister Eisenreich: „Unser Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Resozialisierung und ist eine Win-Win-Situation für alle“

Das Projekt „Haftsache“ – eine eigens geschaffene Marke, unter der Produkte aus den Betrieben der bayerischen Justizvollzugsanstalten online vertrieben werden – setzte sich beim diesjährigen Wettbewerb des Münchner Instituts für Universal Design gegen mehr als 70 Konkurrenten durch. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung an der Technischen Universität München nahm der bayerische Justizminister Georg Eisenreich heute die beiden Auszeichnungen UNIVERSAL DESIGN EXPERT 2019 und UNIVERSAL DESIGN CONSUMER 2019 entgegen.

Justizminister Eisenreich zu diesem Anlass: „Oberstes Ziel des bayerischen Justizvollzugs ist neben dem Schutz der Allgemeinheit ganz zentral auch die Resozialisierung der Gefangenen. Das Projekt ‚Haftsache‘ ermöglicht unseren Gefangenen eine sinnvolle Beschäftigung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Resozialisierung.“ Seit dem Launch des Projekts im Februar 2017 gingen über den Online-Shop „Haftsache.de“ knapp 5.000 Bestellungen ein, über 8.300 Artikel wurden verkauft. „Unser Projekt ‚Haftsache‘ ist ein großer Erfolg – vor allem, weil wir dadurch zusätzliche Arbeitsplätze für Gefangene in unseren Justizvollzugsanstalten schaffen konnten“, so Eisenreich weiter.

Justizminister Eisenreich würdigt ganz besonders das Engagement von Prof. Fritz Frenkler, Inhaber des Lehrstuhls für Industrial Design an der TUM und Mitinitiator des Kooperationsprojektes: „Ohne Sie wäre das Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen. Sie haben von Beginn an gemeinsam mit Ihren Studierenden dafür gesorgt, dass die ‚Haftsachen‘ unverwechselbare und ganz besondere Produkte werden. Ich bin mir sicher: Wenn die Produktideen in den Justizvollzugsanstalten mit den Gefangenen umgesetzt werden, ist das für Ihre Studierenden eine wertvolle Erfahrung. Die Gefangenen erfahren Wertschätzung für ihre Arbeit. Es ist eine Win-Win-Situation für alle.“

Eisenreich zeigt sich erfreut, dass das Konzept in dem renommierten Wettbewerb sowohl die Fachjuroren als auch eine 90-köpfige Nutzergruppe überzeugen konnte und so zum einen der UNIVERSAL DESIGN EXPERT 2019 und zum anderen der UNIVERSAL DESIGN CONSUMER 2019 verliehen wurde. „Ganz besonders danken möchte ich unseren Werkmeistern in den Betrieben der Justizvollzugsanstalten sowie der Service- und Koordinierungsstelle bei der Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld, die das Projekt ‚Haftsache‘ zusammen mit meinem Haus maßgeblich und mit großem Einsatz betreut. Der Preis, den ich heute entgegennehme, würdigt gerade auch die Leistung und den Unternehmergeist unserer an dem Projekt beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so der Justizminister abschließend.

Hintergrund:

Dem Projekt „Haftsache“ liegt eine Kooperation zwischen dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz und der Technischen Universität München zugrunde. Gefangene erstellen nach Design-Ideen des Lehrstuhls für Industrial Design eine breite Palette einzigartiger Produkte – von der Tablet-Tasche bis zur Garderobe. Über den Online-Shop „Haftsache.de“ werden die Produkte vertrieben.

Das Institut für Universal Design veranstaltet die Universal Design Competition jährlich im Rahmen der Munich Creative Business Week (MCBW). Die MCBW ist Deutschland größtes Design-Event für Gestalter und Auftraggeber. Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen, Designer, Architekten u.a., deren Produkte sich durch ihre generationsübergreifende, breite, einfache und intuitive Nutzbarkeit auszeichnen. Eine Expertengruppe vergibt die Auszeichnung UNIVERSAL DESIGN EXPERT, eine Konsumentengruppe das Label UNIVERSAL DESIGN CONSUMER.

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.