Guadalajajara – Mexiko

Bayerische Wirtschaftsdelegation bereist drei mexikanische Provinzen und Mexiko-Stadt

Weigert: „Unglaubliches Interesse an Bayern“

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert absolviert auf seiner aktuellen siebentägigen Delegationsreise durch die Mitte Mexikos ein umfangreiches Programm. Dabei erfährt die rund 30-köpfige Delegation große Aufmerksamkeit von Seiten der Regierung, der Politik, der Wirtschaft und der Medien. Weigert: „Es ist unglaublich, wieviel Interesse und Gastfreundschaft uns überall entgegengebracht wird. Wir treffen hier auf den ehrlichen Willen unserer mexikanischen Partner, mit Bayern zusammenzuarbeiten und von Bayern zu lernen. Dabei sind die aktuellen, durch Trump provozierten Spannungen zwischen den USA und Mexiko nicht die Hauptantriebsfeder.

Die Reise führte zunächst in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Querétaro. Das mexikanische Bundesland mit über zwei Millionen Einwohnern ist stark industriell geprägt. Über 80 deutsche Firmen, davon rund 20 aus Bayern, haben sich hier angesiedelt. Weigert und der Wirtschaftsminister der Provinz Marco Antonio del Prete unterzeichneten nach einem großen Unternehmertreffen eine gemeinsame Absichtserklärung. Darin bekräftigen sie den gemeinsamen Willen zu einer verstärkten Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Innovation. An der polytechnischen Universität Querétaro verschaffte sich die Delegation anschließend einen Überblick über die duale Ausbildung der Studenten im mexikanischen Werk der oberfränkischen Brose Autoteile GmbH & Co. KG.

Im benachbarten Bundesstaat Guanajuato stand ein Treffen mit Gouverneur Diego Sinhué Rodríguez Vallejo und Wirtschaftsminister Usabiaga Díaz Barriga auf dem Programm. Das wachstumsstarke Guanajuato mit rund sechs Millionen Einwohnern beherbergt rund zehn namhafte bayerische Unternehmen wie Dräxlmaier, Rehau, Schäffler oder Scherdel. Auch hier unterschrieb Weigert mit den politischen Spitzen der Provinz eine Absichtserklärung zum Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen.

In Guadalajara, Hauptstadt der Povinz Jalisco und mit sechs Millionen Einwohnern im Ballungsraum zweitgrößte Stadt Mexikos, traf Weigert „Superminister“ Alejandro Guzmán Larralde und zahlreiche weitere Minister. Jalisco ist hierzulande vor allem durch eines bekannt: Tequila aus der gleichnamigen Kleinstadt. Als strategischer Chefkoordinator für Wachstum und Wirtschafsentwicklung des Bundesstaats Jalisco verantwortet Guzmán die Ministerien für Tourismus, Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft und Technologie, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sowie Arbeit und soziale Sicherung. Auch Jalisco und Bayern vereinbarten bei einem Unternehmertreffen eine Intensivierung ihrer wirtschaftlichen Beziehungen. Bei dem Delegationsbesuch verkündete die Messe Nürnberg, dass sie im kommenden Jahr mit zwei neuen Messen in Guadalajara an den Start gehen wird: die Beviale und die Euroguss. Mit dem Minister für Wasserwirtschaft, Jorge Gastón González, eröffnete Weigert wie auch schon in Querétaro das Wasserforum. Themen des Forums sind die nachhaltige Nutzung der Wasservorkommen, Ansätze zur Erhöhung der Effizienz beim Pumpen von Wasser, die Reduzierung der Wasserverluste im Leitungsnetz, die Nutzung von Regenwasser, bis hin zu Möglichkeiten der Effizienzsteigerung bei der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung. Neun Millionen Mexikaner haben keinen Anschluss an das Trinkwassernetz, das Rohrleitungssystem ist in einem maroden Zustand, ein Drittel des Trinkwassers versickert durch Leckstellen. Elf Millionen Mexikaner leben ohne Abwasserentsorgung. „Wir wollen der mexikanischen Seite zeigen, welche Lösungsalternativen Bayern bieten kann. Wir wollen aber auch die Herausforderungen hier besser verstehen lernen so Weigert.

Geradezu emotional gestaltete sich das Treffen mit dem Parlamentspräsidenten des Bundesstaats Jalisco, José Hernán Cortés Berumen, im „Congreso“. Schon seit 2000 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Jalisco und Bayern auf Regierungsebene. Weigert und Cortés Berumen waren sich einig, dass das Band zwischen den beiden Regionen auch auf politischer Ebene in Zeiten, in denen alte und bewährte Allianzen aufzubrechen drohen, gestärkt werden muss. Uns verbindet eine Partnerschaft, die auf einem gemeinsamen Wertesystem fußtbetont Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär.

In den kommenden Tagen stehen weitere wichtige Termine auf der Delegationsagenda: Wirtschaftsforen, Unternehmensbesuche und politische Gespräche. Weigert nimmt an der Eröffnung des neuen, hochmodernen Werkes der BMW Group in San Luis Potosí teil und besucht den bayerischen Gemeinschaftsstand auf der Medizintechnikmesse Expomed in Mexiko Stadt.

Quelle: stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.