Berlin:

Menschenrechtsbeauftragte Kofler zum 13. Menschenrechts-Bericht der Bundesregierung

Die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, erklärte heute (13.02.):
„Heute hat die Bundesregierung den 13. Bericht über ihre Menschenrechtspolitik angenommen. Mit dem Bericht legt sie Rechenschaft ab über ihre Arbeit im In- und Ausland zum Schutz der Menschenrechte. Leider ist die Lage der Menschenrechte weltweit mehr als besorgniserregend. Handlungsspielräume für Zivilgesellschaft und Menschenrechtsverteidiger werden vieler Ortens massiv eingeschränkt, Journalistinnen und Journalisten können nicht frei arbeiten, die Rechte von LGBTI-Personen werden weiterhin missachtet. Neben massiven Menschenrechtsverletzungen muss insbesondere auch die fortdauernde Benachteiligung von Frauen in vielen Lebensbereichen in zahlreichen Ländern der Welt abgebaut werden! Internationale Übereinkommen, wie der VN- Zivilpakt oder der VN- Sozialpakt schreiben den Vertragsstaaten vor,  alle elementaren Rechte eines jeden Einzelnen zu respektieren und vor Übergriffen durch Dritte zu schützen. Dies gilt für bürgerliche und politische Rechte, wie z.B. dem Schutz vor Folter, genauso wie für wirtschaftliche und soziale Rechte, so zum Beispiel für das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung oder das Recht auf angemessenes Wohnen. Diskriminierungsfreien Zugang bzw. Teilhabe an diesen Rechten ist leider in großen Teile der Welt nicht gegeben. Auch stellen einige Staaten die universell geltenden Menschenrechte zunehmend in Frage, wollen diese nach ihren Vorstellungen umdeuten oder halten einzelne Rechte für wichtiger als andere. Dem müssen wir uns entgegenstellen, es gibt kein „Ranking“! Alle Menschenrechte sind unteilbar, universell und gelten für alle Menschen gleich! Mich beunruhigt diese negative Entwicklung sehr, denn sie gefährdet die Grundlage für konstruktive Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft und damit auch die langfristige Stabilität von Staaten. Auch vor diesem Hintergrund muss sich die Bundesregierung weiter und immer wieder im Ausland für Schutz und Förderung der etablierten Menschenrechte offensiv einsetzen. Menschenrechtsschutz hat am Ende immer eine stabilisierende Funktion! Wir müssen gemeinsam mit Gleichgesinnten die etablierten Menschenrechte und die internationalen Institutionen offensiv stärken. Hierzu wollen wir auch die Mitgliedschaft im VN-Sicherheitsrat 2019/20 nutzen. Ziel ist eine verbesserte Umsetzung sowie Weiterentwicklung der VN-Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“. Auch werden wir voraussichtlich im kommenden Jahr zeitgleich zu unserer Mitgliedschaft im Sicherheitsrat in New York auch im Menschenrechtsrat in Genf vertreten sein und uns darum bemühen, die Verzahnung von Menschenrechts- und Sicherheitsthemen noch stärker zu befördern.“


Hintergrund:
Der Menschenrechtsbericht der Bundesregierung wird alle zwei Jahre vorgelegt. Der Bericht deckt den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2018 ab. An der Erstellung des Berichts sind zahlreiche Ressorts beteiligt, federführend ist das Auswärtige Amt.
Weitere Themen des Berichts sind die Rechtsstaatsförderung im internationalen Rahmen oder die menschenrechtliche Situation von Menschen auf der Flucht. In einem eigenständigen Länderteil wird die Menschenrechtssituation in ausgewählten Staaten dargestellt. Auch gibt der Bericht Auskunft über horizontale Menschenrechtsthemen, wie beispielsweise die weltweite Entwicklung von Frauenrechten.
Der ebenfalls im Bericht enthaltene neue „Aktionsplan Menschenrechte“ stellt die Prioritäten der Bundesregierung im Zeit­raum 2019/20 in wichtigen Aktionsfeldern des Menschenrechtsschutzes national und international dar.
Zum Weiterlesen
13. Menschenrechtsbericht der Bundesregierung https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/themen/menschenrechte/menschenrechtsbericht/2189112

Quelle:auswaertiges-amt.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.