Berlin:

„Demokratieförderung ist eine gesellschaftliche Daueraufgabe“

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey baut eigene Abteilung für Demokratie und Engagement im Familienministerium auf

Erstmals in der Geschichte des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gibt es seit Februar 2019 eine eigene Abteilung für „Demokratie und Engagement“. Bislang war die Zuständigkeit in einer anderen Abteilung mitverortet. Im Fokus stehen die Förderung von Initiativen über das im letzten Jahr entfristete Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und die Freiwilligendienste.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey betont: „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, wir müssen jeden Tag neu dafür sorgen, dass sie gestärkt wird und erhalten bleibt. Wir erleben auch in Deutschland verstärkt Populismus, Hass, Hetze, Abschottung und Ausgrenzung. Wir stemmen uns seit Jahren mit großer Kraft dagegen. Dass wir jetzt dafür eine eigene Abteilung aufgebaut haben, ist das klare Bekenntnis für die wachsende Bedeutung dieser Aufgabe. Wir stärken damit auch dauerhaft denen den Rücken, die sich vor Ort für Demokratie und ein friedliches Miteinander einsetzen, und zeigen: Demokratieförderung ist eine gesellschaftliche Daueraufgabe.“

Leiter der Abteilung ist Dr. Heiko Geue: „Es bedeutet mir sehr viel, der erste Abteilungsleiter für Demokratie und Engagement in der Bundesregierung zu sein. Dass wir die Jugendlichen auf den Schulhöfen nicht mit Rechtsradikalen oder Islamisten, die sie dort gezielt ansprechen, allein lassen, ist wichtig. Wir finanzieren die Ausbildung von geschulten Engagierten in der Zivilgesellschaft, die mit den Schülern in den Schulen diskutieren und dazu beitragen, die Jugendlichen gegen extremistische Ideologien zu schützen.“

Die Abteilung „Demokratie und Engagement“ fördert zudem zivilgesellschaftliches Engagement, etwa über den Bundesfreiwilligendienst und die Jugendfreiwilligendienste. In diesem Jahr soll darüber hinaus die Deutsche Engagementstiftung gegründet werden. Mit ihrer Hilfe soll die Zivilgesellschaft möglichst unbürokratisch unterstützt werden.

Dazu erklärt Abteilungsleiter Geue: „Mit der Deutschen Engagementstiftung wollen wir Stiftungen, Vereinen und Initiativen beim Datenschutz und dem digitalen Datenmanagement helfen. Außerdem wollen wir das Engagement im ländlichen Raum, vor allem in Ostdeutschland, stärken. Die Zivilgesellschaft hält unser Land zusammen. Sie wollen wir dabei stärken.“

Schwerpunkt der neuen Abteilung ist das Bundesprogramm „Demokratie leben“, das seit 2015 das zivilgesellschaftliche Engagement für unsere Demokratie und gegen jede Form des Extremismus unterstützt. Bundesweit werden mehr als 600 Projekte durch das Programm gefördert. 115,5 Millionen Euro stehen in diesem Jahr 16 Landesdemokratiezentren und 260 Partnerschaften für Demokratie dafür zur Verfügung. Im vergangenen Jahr hat Bundesfamilienministerin Giffey entschieden, das „Demokratie leben“ zu entfristen und es damit über das Jahr 2019 hinaus fortzuführen – weil Demokratieförderung auch Planungssicherheit braucht.

Bundesfamilienministerin Giffey: „Bisher kann der Bund zivilgesellschaftliches Engagement für die Demokratie nur befristet in Modellprojekten unterstützen. Demokratieförderung kann sich aber nicht von Projekt zu Projekt hangeln. Sie braucht Planungssicherheit, eine strukturelle Förderung. Voraussetzung dafür ist ein Demokratiefördergesetz. Das ist der nächste Schritt, den wir gehen wollen. Ich bin mit den Fraktionen im Bundestag darüber im Gespräch.“

Heiko Geue ist bereits seit fünf Jahren Abteilungsleiter im BMFSFJ. Davor hat er unter anderem im Bundeskanzleramt für den damaligen Chef des Bundeskanzleramtes und heutigen Bundespräsidenten, Dr. Frank-Walter Steinmeier, gearbeitet, war Leiter des Leitungsstabs im Bundesministerium der Finanzen unter Peer Steinbrück und Finanzstaatssekretär in Sachsen-Anhalt.

Quelle: bmfsfj.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.