Berlin:

Flüsse und Bäche in Niedersachsen sollen wieder lebenswerter für Fische
werden, so zum Beispiel für die vielerorts in ihrem Bestand bedrohte
Fischart Barbe. Ein vom Bundesumweltministerium mit 1,3 Millionen Euro
gefördertes Projekt will die Nebenflüsse der Aller wieder ihrem
natürlichen Zustand näher bringen und damit „barbenfreundlicher“
machen – zum Beispiel durch Kiesbänke und strömungsarme Zonen. Es
handelt sich dabei um das erste Projekt im Bundesprogramm Biologische
Vielfalt zum Schutz einer Fischart. Inhaltlich wird das Vorhaben vom
Bundesamt für Naturschutz begleitet.


Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die Barbe steht stellvertretend
für viele Arten, die unter Druck geraten, weil das Wasser, in dem sie
leben, verunreinigt ist, weil ihre Lebensräume zerstört und ihre Wege
versperrt werden. Wenn wir Flüsse und Bäche wieder ihrem natürlichen
Zustand näher bringen, wie es in diesem Projekt geschieht, helfen wir
nicht nur einer Art. Wir tragen dazu bei, zahlreichen Arten ihre
natürlichen Lebensräume zurück zu geben.“
BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel ergänzt: „Die Barbe benötigt in
ihren verschiedenen Entwicklungsstadien jeweils unterschiedliche und
spezifische Mikrolebensräume. Die Larven bevorzugen beispielsweise
Gewässerbereiche mit geringen Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten,
wie Kiesbänke, während sich die ausgewachsenen Tiere gerne auch in
schnell fließenden Gewässerabschnitten aufhalten. Diese Vielfalt der
Lebensraumstrukturen wird im Barben-Projekt mit vielfältigen Maßnahmen
im und am Gewässer wieder erhöht. Außerdem kommt Deutschland so seiner
besonderen internationalen Verantwortung zur Erhaltung dieser Art nach,
die bei uns einen Verbreitungsschwerpunkt hat und in Niedersachsen in
ihrem Bestand gefährdet ist.“
Im Projektgebiet, den Nebengewässern der Aller, sollen beispielsweise
Kiesbänke, flach abfallende Gewässerabschnitte (sogenannte Rauschen) und
strömungsarme Flachwasserzonen angelegt werden. Durch den Einbau von
Totholz und neu zu schaffende, landwirtschaftlich ungenutzte Randstreifen
wird die Eigendynamik der Flüsse zusätzlich gefördert. Die Entwicklung,
Pflege und Erhaltung von barbenfreundlichen Gewässern wird in Kooperation
mit den Gewässerunterhaltungsverbänden und den örtlichen Angelvereinen
angestoßen.
Die Umsetzung der Maßnahmen wird von einer intensiven Kommunikations- und
Bildungsarbeit begleitet, mit dem Ziel, das Bewusstsein für die
heimischen Fischarten sowie für die Bedeutung und Entwicklung naturnaher
Fließgewässer zu verbessern.
Das Projekt mit dem Titel „Artenvielfalt in der Aller – Neue
Lebensräume für die Barbe. Erhaltung und Entwicklung der
Barbenpopulation im südöstlichen Niedersachsen“ wird von Oktober 2018
bis September 2024 vom Verein „Aktion Fischotterschutz“ durchgeführt.
Neben der Förderung des Bundesumweltministeriums werden Drittmittel durch
das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und
Klimaschutz bereitgestellt.
Projekt-Streckbrief unter: http://bit.ly/barbebfn
Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird
seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt.
Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich
repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders
beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu
bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und
mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen
dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der
biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards
hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation
tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische
Vielfalt zu stärken.
Weitere Informationen zum Bundesprogramm:
www.biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm.html

Quelle: bmu.bund.de

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.