Berlin:

Weltbodentag: Moorbodenschutz ist wichtig für den Klimaschutz
Deutschland fördert globale Moorschutz-Initiative mit rund 2 Mio. Euro

Intakte Böden, vor allem in Moorgebieten, sind ein wichtiger Teil der
Lösung für den globalen Klimaschutz. Der heutige Weltbodentag (5.
Dezember) macht auf diese Bedeutung aufmerksam. Auch auf der
Weltklimakonferenz in Kattowitz ist der Moorschutz ein Thema: Deutschland
stellt dort morgen (6. Dezember) sein Engagement für die globale
Moorschutz-Initiative (Global Peatlands Initiative) vor, die die
Bundesregierung ab jetzt mit 2 Mio. Euro fördert.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Moorböden sind riesige
Kohlenstoffspeicher. Werden sie trockengelegt, setzen sie Treibhausgase
frei. Der Schutz der Moore ist ein unverzichtbares Fundament des
Klimaschutzes in weiten Teilen der Welt. Gleichzeitig kommt es darauf an,
trocken gelegte Moorböden so wiederzuvernässen, dass die Emissionen
gestoppt werden und trotzdem landwirtschaftlich nutzbar sind. Wir wollen
das Klimaschutzpotenzial der Moorböden in Deutschland nutzen und arbeiten
daher an einer Nationalen Moorschutzstrategie. Aber wir wollen auch dabei
helfen, das Wissen über Moore weltweit so zu verbreiten, dass die
unterschiedlichen Staaten besser voneinander lernen können.“

Deutschland fördert die „Global Peatlands Initiative“ aus Mitteln der
Internationalen Klimschutzinitiative des BMU mit knapp zwei Mio. Euro. Die
Initiative will Moore als den weltweit größten terrestrischen
organischen Kohlenstoffspeicher retten und verhindern, dass diese
Kohlenstoffvorräte in die Atmosphäre entweichen. Die Global Peatlands
Initiative wird federführend vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen
(UNEP) koordiniert. Sie organisiert einen globalen und
Süd-Süd-Wissensaustausch und fördert den Technologietransfer in Bezug
auf bewährte Verfahren für die Bewirtschaftung von Mooren sowie Methoden
zur Anpassung an den Klimawandel und zur Eindämmung des Klimawandels.

In Deutschland gelten mehr als 90 Prozent der Moorflächen als entwässert
– sie wurden insbesondere in den 60er- und 70er-Jahren trockengelegt, um
Torf zu stechen sowie land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen zu
gewinnen. In diesen Moorböden zersetzt sich der Torf und es werden
Treibhausgase frei. Damit schwindet die Grundlage für die Fruchtbarkeit
dieser Böden. Nur durch eine Anhebung des Wasserstandes auf den Flächen
kann dieser Prozess gestoppt werden. Zur landwirtschaftlichen Nutzung
dieser Böden ist dann eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung notwendig.

Weltweit ist im Torf der Moore mehr Kohlenstoff gebunden als in den
Wäldern, obwohl Moore nur auf 3 % der Landoberfläche vorkommen.
Moorböden speichern etwa 450 bis 500 Gigatonnen Kohlenstoff in Form von
Torf in ihren Böden. Die aktuellen Treibhausgasemissionen aus
entwässerten oder abgebrannten Mooren werden auf bis zu fünf Prozent
aller durch menschliche Aktivitäten verursachten Emissionen geschätzt
– dies sind etwa zwei Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr. Auch für den
Erhalt der Biodiversität und einen gesicherten Wasserkreislauf kommt
Mooren eine hohe Bedeutung zu.

Weitere Informationen:
• Global Peatlands Initiative: www.globalpeatlands.org (Englisch)
• COP24 in Katowice: www.bmu.de/cop24
• Side Events im Deutschen Pavillon:
www.bmu.de/en/german-climate-pavilion/events/
Donnerstag, 06.12.2018 von 15:30-17:00 Uhr im Deutschen Pavillon (Halle E,
Stand 11): „The trace of haze: Peat fires as local and global
challenges”

• Daten und Fakten zu Mooren:
www.bfn.de/themen/biotop-und-landschaftsschutz/moorschutz.html
• Die Moorschutzstrategie: www.bmu.de/PM8167 (BMU PM vom 26.10.2018)
• Internationale Klimaschutzinitiative:
www.international-climate-initiative.com
• International Union of Soil Sciences: www.iuss.org

Quelle: bmu.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.