München:

Huml: Rückendeckung für Forderung Bayerns nach fairen Wettbewerbsbedingungen unter den Krankenkassen – Bayerns Gesundheitsministerin zum neuen Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats zu den regionalen Verteilungswirkungen des Morbi-RSA

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml begrüßt das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats zu den regionalen Verteilungswirkungen des Risikostrukturausgleichs in der gesetzlichen Krankenversicherung (Morbi-RSA). Huml betonte am Mittwoch in München: „Das neue Gutachten stützt die Forderung Bayerns nach fairen Wettbewerbsbedingungen unter den Krankenkassen. Davon könnten nicht nur Versicherte in Bayern, sondern auch in anderen Hochlohn- und Hochkostenregionen etwa in Nordrhein-Westfalen und Hamburg profitieren. Die Berücksichtigung verschiedener Faktoren, die regionale Strukturunterschiede wie Pflegebedürftigkeit oder Hausarztdichte beschreiben, können die Genauigkeit der Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds weiter verbessern.“

Die Ministerin verwies auf den Vorschlag des Wissenschaftlichen Beirats, nun erstmals auch regionalstatistische Merkmale in den Morbi-RSA einzuführen. Huml erläuterte: „Wir brauchen jetzt nachhaltige Reformen. Dazu gehört auch die Anerkennung regionaler Struktur- und Kostenunterschiede.“

Huml fügte hinzu: „Das neue Gutachten belegt für ganz Deutschland, was zwei Gutachten des bayerischen Gesundheitsministeriums aus den Jahren 2014 und 2016 für Bayern bereits zeigten: Das Ausgleichssystem des Morbi-RSA hat seit seiner Einführung die regionale Dimension der medizinischen Versorgung zu Unrecht ausgeklammert. Regionale Unterschiede setzen für die Krankenkassen bislang falsche Anreize zur Risikoselektion gegenüber den Versicherten und verzerren den Wettbewerb der Krankenkassen.“

Zusammen mit dem im November 2017 veröffentlichten Sondergutachten des Beirats sieht Huml nun die Grundlagen für eine ausgewogene Gesamtreform des Finanzausgleichs der Krankenkassen gegeben. Die Ministerin unterstrich: „Der Wissenschaftliche Beirat hat mit seinen zwei Gutachten Mittel und Wege aufgezeigt, wie eine gerechte Lösung möglich ist. Jetzt ist es an der Zeit, den Morbi-RSA umfassend zu reformieren, um einen fairen Kassenwettbewerb zu ermöglichen, Risikoselektion zu verhindern und damit auch die Benachteiligung bayerischer Versicherter zu beenden.“

Bayern ist wie zum Beispiel auch Hamburg ein Hochlohnland. Aufgrund der hohen Löhne zahlen die bayerischen Krankenkassen-Mitglieder deshalb mehr in den Gesundheitsfonds ein als der Bundesdurchschnitt. Bayern ist dementsprechend auch ein Hochpreisland.

Die Krankenkassen erhalten aus dem Gesundheitsfonds aber lediglich Zuweisungen entsprechend den bundesdurchschnittlichen Leistungsausgaben. Die in Deutschland regional unterschiedlichen Kosten der Gesundheitsversorgung berücksichtigen sie jedoch nicht. In Regionen mit niedrigen Kosten wanderten Fondszuweisungen dagegen mehr in das Vermögen der Krankenkassen, anstatt in die Versorgung der Versicherten investiert zu werden.

Quelle:stmgp.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.