München – Israel :

Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner und israelische Generalkonsulin Sandra Simovich verleihen Yad Vashem-Ehrentitel „Gerechte/r unter den Völkern“

„Couragiertes und vorbildhaftes Handeln von Anna Zeitler und Dr. Andor Cziller rettete jüdische Menschen vor Holocaust“

„Wir ehren heute mit Frau Anna Zeitler und Herrn Dr. Andor Cziller zwei herausragende Persönlichkeiten, die unter Einsatz ihres Lebens in der Zeit des Holocaust das Leben jüdischer Mitbürger gerettet haben. Der Staat Israel und Yad Vashem, die Nationale Gedenkstätte des Staates Israel für die ?Märtyrer und Helden‘ des Holocaust, zeichnen diese Vorbilder der Mitmenschlichkeit als ?Gerechte unter den Völkern‘ aus“, so Staatssekretärin Carolina Trautner bei der feierlichen Verleihung des Ehrentitels im Bayerischen Kultusministerium. Zusammen mit der Generalkonsulin des Staates Israel, Sandra Simovich, erinnerte Staatssekretärin Carolina Trautner an die Verdienste von Frau Anna Zeitler und Herrn Dr. Andor Cziller in Anwesenheit von Familienangehörigen der Retter und Geretteten.

Anna Zeitler (1896-1977) versteckte und versorgte die jüdischen Kinder Josef und Shlomo Szlamkiewicz auf ihrem Bauernhof in Wiesau vor der Verfolgung durch die SS. Den beiden Kindern war als Häftlingen im KZ Buchenwald auf einem Todesmarsch die Flucht gelungen.

Dr. Andor Cziller (1908-1974) bewahrte die jüdische Familie Csillag vor der Deportation. Nach der Besetzung Ungarns durch die Deutschen im März 1944 gab er dem Ehepaar Csillag und deren zwei Töchtern die persönlichen Ausweisdokumente seiner Familie und nahm sie in seiner Wohnung in einem Vorort von Budapest auf.

Die Namen der beiden „Gerechten unter den Völkern“ werden in der Gedenkstätte Yad Vashem in einem eigenen Memorialbereich verewigt.

Die Ehrung stelle vorbildhaftes menschliches Handeln heraus und gebe besonders auch jungen Menschen – wie den anwesenden Schülerinnen und Schülern der Mittelschule Wiesau – einen besonders beeindruckenden Einblick in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, betonte Staatssekretärin Trautner. „Der couragierte Einsatz von Frau Zeitler und Herrn Dr. Cziller in einer Zeit, als vor allem jüdische Menschen einem unvorstellbaren Terror ausgesetzt waren, ist eine wertvolle Orientierung für unser eigenes Denken und Handeln über die Zeit hinaus. Die Erinnerung an das Geschehene wollen wir wachhalten und mit Blick auf das Unrechtsregime des Dritten Reichs die Haltung eines ,Nie wieder‘ vertreten. Wo jüdische Menschen bedroht werden, werden wir selbst bedroht, wird unser Menschsein bedroht. Wer dieser Bedrohung entgegentritt, bewahrt das Menschliche in uns. Dieser Haltung sind wir in unserer Arbeit gerade in der Bildung nachfolgender Generationen verpflichtet“, so Trautner weiter.

Generalkonsulin des Staates Israel, Sandra Simovich, hob bei der Veranstaltung hervor: „In Israel war es von Anfang an wichtig, bei der Erinnerung an die ermordeten Juden auch die nicht-jüdischen Retter hervorzuheben. Es ist mir daher eine große Ehre, heute diese bedeutende Ehrenauszeichnung meines Staates posthum an Anna Zeitler und Dr. Andor Cziller zu vergeben. Ich möchte ganz offiziell, aber auch persönlich, Danke sagen für Ihre Zivilcourage, menschliche Werte jederzeit hoch zu halten. Ich kann Ihnen versichern, wir werden Sie nicht vergessen. Sie sind als Vorbilder im Gedächtnis unseres Staates verewigt. Gleichgültige Zuschauer waren die Regel, Retter die Ausnahme. Die ?Gerechten unter den Völkern‘ wie Anna Zeitler und Dr. Andor Cziller lehren uns, dass jeder Mensch einen Unterschied machen kann.“

Quelle: stmbw.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.