München:

Huml: Beim Krankenhausbau auf Bedürfnisse von Demenzkranken eingehen – Vom Gesundheitsministerium geförderter Leitfaden für alters- und demenzsensible Architektur von Krankenhäusern jetzt online

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml will die demenz- und alterssensible Gestaltung von Krankenhausbauten weiter verbessern. Huml betonte am Montag anlässlich der Veröffentlichung eines Online-Leitfadens für alters- und demenzsensible Architektur im Krankenhaus: „Medizinische Anforderungen, Bedürfnisse in der Pflege und ästhetische Vorlieben können das Bauen zu einer sehr komplexen Angelegenheit machen. Gerade eine demenzsensible Gestaltung der Krankenhausgebäude und des Außenraumes ist hier sehr wichtig. Ich freue mich, dass der neue Leitfaden, den wir mit erheblichen Mitteln unterstützt haben, praxisrelevante Hilfestellungen gibt, baulich und räumlich auf die besonderen Bedürfnisse von Demenzpatienten im Krankenhaus einzugehen.“

Bereits 2011 wurden im bayerischen Gesundheitsministerium 20 Empfehlungen zur verbesserten Versorgung von demenzkranken Menschen im Allgemeinkrankenhaus erstellt. Die Ministerin ergänzte: „Eine Einweisung ins Krankenhaus stellt für Menschen mit Demenz eine ohnehin hohe Stresssituation dar und sollte nicht durch bauliche Strukturen zusätzlich erschwert werden. Der Leitfaden liefert erstmals eine wissenschaftliche, systematische und umfassende Hilfestellung für Architekten, Bauträger, Angehörige und Entscheidungsträger. Das ist entscheidend, um Menschen den Aufenthalt im Krankenhaus zukünftig erleichtern zu können.“

Der deutschlandweit einzigartige Leitfaden wird zu gleichen Teilen vom bayerischen Gesundheitsministerium und der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. Er wurde unter der Leitung der Ingenium-Stiftung vom Bayerischen Institut für alters- und demenzsensible Architektur in Bamberg erarbeitet.

Huml verwies auch auf die ressortübergreifende Demenzstrategie, mit der die Bayerische Staatsregierung die Teilhabe von Menschen mit Demenz weiter verbessern will. Die Ministerin erläuterte: „Wir setzen mit dieser Strategie alles daran, die Lebensqualität von Betroffenen und ihren häuslich Pflegenden zu verbessern und eine angemessene Betreuung, Pflege und medizinische Versorgung sicherzustellen. Entscheidend ist, dass für Menschen mit Demenz ein Leben in der Mitte der Gesellschaft möglich ist und ihre Würde und Selbstbestimmung in allen Phasen der Erkrankung gewahrt bleiben.“

In Bayern leben derzeit rund 240.000 Menschen mit Demenz. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl bis 2030 auf rund 300.000 erhöhen wird.

Der Leitfaden ist unter www.demenz-im-krankenhaus-bayern.de abrufbar.

Quelle: stmgp.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.