München:

Scharf: Naturschutz ist partnerschaftliche Aufgabe
Vertragsnaturschutzprogramm 2018 gestartet

Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm honoriert freiwillige Naturschutzleistungen und ist ein wesentliches Element der Naturschutzpolitik im Freistaat. Das betonte heute die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf. „Unsere wertvolle bayerische Naturvielfalt wollen wir auch für künftige Generationen erhalten. Wir brauchen ein starkes Zusammenwirken unmittelbar mit der Gesellschaft. Unser Vertragsnaturschutzprogramm beweist seit vielen Jahren, dass sich eine maßvolle Nutzung von Flächen und Belange des Naturschutzes nicht ausschließen. Im Gegenteil: Eine naturverträgliche Landnutzung kann Artenreichtum schaffen und erhält unsere Kulturlandschaften. Den erfolgreichen bayerischen Weg setzen wir auch 2018 konsequent fort“, so Scharf. In diesem Jahr stehen nach der Erhöhung der Mittel im letzten Doppelhaushalt über 45 Millionen Euro für freiwillige Naturschutzleistungen zur Verfügung. Darin enthalten sind auch Mittel der EU. Die Antragstellung für 2018 für Vereinbarungen auf Äckern, Wiesen, Weiden und Teichen ist bis 23. Februar 2018 möglich. Weitere Informationen zur Antragstellung geben die jeweiligen unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern und kreisfreien Städten.

Das Vertragsnaturschutzprogramm honoriert freiwillige Leistungen von Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen, beispielsweise die spätere Mahd von Wiesen zum Schutz bodenbrütender Vogelarten oder die Schafbeweidung zum Erhalt der blütenbunten Magerrasen. Bayernweit umfassen die Flächen im Vertragsnaturschutzprogramm derzeit etwa 85.000 Hektar.

Über 18.000 Betriebe nehmen an dem Programm teil. Es trägt damit auch zur Existenzsicherung insbesondere von bäuerlichen Familienbetrieben bei. Seit der Neuauflage des Vertragsnaturschutzprogramms im Jahre 2015 hat das Interesse der Landwirte jedes Förderjahr nochmals zugenommen. Zusammen mit den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien werden mit dem Vertragsnaturschutz auch wichtige Akzente für die Umsetzung des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sowie des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030 gesetzt.

Im Vertragsnaturschutzprogramm Wald können private und kommunale Waldbesitzer noch bis zum 30. März 2018 Förderanträge bei den zuständigen unteren Naturschutzbehörden und den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stellen. Über dieses Programm werden insbesondere Biotopbäume und Totholz gesichert, die für zahlreiche Arten wie Spechte und Fledermäuse als Lebensraum dienen. Auch der Nutzungsverzicht von aus Naturschutzsicht besonders wertvollen Wäldern sowie der Erhalt historischer Mittelwälder wird über das Programm unterstützt. Hierfür stehen rund 4 Millionen Euro bereit.

Weitere Informationen zum Vertragsnaturschutz unter http://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/foerderung/bay_vnp.htm

Quelle:stmuv.bayern.de

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.