München:

Scharf: Naturschutz geht nur mit starken Partnern
Wettbewerb „Naturschutzpartner Landwirt“ zusammen mit dem Bayerischen Bauernverband gestartet

Erstmals zeichnen das Bayerische Umweltministerium und der Bayerische Bauernverband gemeinsam Landwirte für ihr Engagement beim Naturschutz aus. Dazu hat die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute zusammen mit dem Umweltpräsidenten des Bayerischen Bauernverbands, Stefan Köhler, den Wettbewerb „Naturschutzpartner Landwirt“ offiziell gestartet. „Der Erhalt unserer biologischen Vielfalt ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Unser Ziel ist Naturschutz im Konsens mit der Gesellschaft und den Grundeigentümern. Landwirte sind wichtige Partner für den Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenarten sowie der Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaften. Unsere freiwilligen Maßnahmenprogramme beweisen seit vielen Jahren, dass sich eine maßvolle Nutzung von Flächen und der Schutz der Natur nicht ausschließen. Naturverträgliche Landnutzung ist der beste Garant für artenreiche und vielfältige Lebensräume. Den erfolgreichen bayerischen Weg werden wir fortsetzen“, so Scharf. Der Wettbewerb gilt für alle landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern, die freiwillig am Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) teilnehmen oder sich anderweitig für naturschutzfachlich wertvolle Tier- und Pflanzenarten, alte Rassen und Sorten besonders einsetzen. Ziel ist es, vorbildliche Möglichkeiten für eine naturschonende Bewirtschaftung artenreicher Äcker, Wiesen und Weiden aufzuzeigen und innovative Kooperationen zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus zu fördern.

Knapp die Hälfte der Fläche Bayerns wird landwirtschaftlich genutzt. Egal ob Ackerbauer oder Milchviehhalter, Schäfer oder Teichwirt – jeder Betrieb kann sich für Naturschutz und Landschaftspflege einsetzen. Köhler betont: „Die bayerischen Bäuerinnen und Bauern erbringen bereits auf jedem dritten Hektar freiwillig besondere Umwelt- und Naturschutzleistungen. Die Auszeichnung als „Naturschutzpartner Landwirt“ ist eine Anerkennung für diesen großen Einsatz für den Erhalt der biologischen Vielfalt und die oft harte Arbeit der Bauernfamilien.“

Die Auszeichnungsveranstaltung soll im Juni 2018 in München stattfinden. Die Bewerbungsunterlagen und alle Informationen zum Wettbewerb stehen zum Download unter www.anl.bayern.de zur Verfügung. Fragen zur Teilnahme beantwortet die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (Telefonnummer: 08682 8963-0). Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 8. April 2018.

Das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) honoriert freiwillige Naturschutzleistungen von Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen, beispielsweise die spätere Mahd von Wiesen zum Schutz bodenbrütender Vogelarten oder die Schafbeweidung zum Erhalt der blütenbunten Magerrasen. Bayernweit umfassen die Flächen im Vertragsnaturschutzprogramm derzeit etwa 80.000 Hektar bei rund 18.000 teilnehmenden Betrieben. Im Jahr 2017 wurden über 41 Millionen Euro Fördermittel ausbezahlt.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.