München:

Scharf und Rummenigge: Heimspiel für den Klimaschutz
FC Bayern stellt von Sommer 2018 an bei Heimspielen auf Mehrwegbecher um

Als Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium wird der FC Bayern München zur Saison 2018/19 bei der Getränkeausgabe in der Allianz Arena auf eine Mehrwegbecher-Verwendung umstellen.

Schon beim Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 am 2. Dezember wird ein erster Testlauf durchgeführt. Für einen Mehrwegbecher-Gebrauch muss die Allianz Arena München Stadion GmbH mit ihrem Gastronomie-Partner Do&Co neue Abläufe für die Becher-Annahme wie für die Becher-Rückgabe entwickeln, außerdem ein abgestimmtes Pfandsystem einführen.

Ziel der Umstellung ist es, Abfall zu vermeiden und noch effizienter mit Energie-Ressourcen umzugehen.

„Wir haben schon geraume Zeit über eine Mehrwegbecher-Lösung für die Allianz Arena diskutiert“, erklärt Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München. „Doch erst jetzt, seit wir mit Saisonbeginn alleiniger Stadionbenutzer wurden, stehen uns auch die verbesserten logistischen Kapazitäten zur Verfügung, die man für eine Mehrwegbecher-Verwendung mit Pfandsystem benötigt. Umweltschutz ist ein wichtiges Thema, der FC Bayern München möchte dazu seinen Beitrag leisten. Ich möchte mich hier beim Bayerischen Umweltministerium mit Ministerin Ulrike Scharf an der Spitze für die kompetente Beratung und die Unterstützung bedanken.“

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betont: „Der FC Bayern München ist ein Vorbild auf und neben dem Platz. Die Umstellung auf Mehrwegbecher ist das Ergebnis bester Teamarbeit zwischen dem FC Bayern München und dem Bayerischen Umweltministerium. Das ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Abfallberge. Die Allianz Arena wird zu einem Leuchtturm für Energieeffizienz und Ressourcenschutz. Hier gilt in Zukunft: Heimspiel für den Klimaschutz. Fußball fasziniert die Menschen. Diese Emotionen wollen wir gemeinsam auf den Schutz der Umwelt übertragen.“

Seit November 2015 ist der FC Bayern München Mitglied in der Bayerischen Klima Allianz. Die Bayerische Staatsregierung hat die Klima-Allianz vor mehr als zehn Jahren mit dem Bund Naturschutz gegründet. Die inzwischen 41 Partner des Umweltbündnisses wollen dazu beitragen, die jährlichen Treibhausgas-Emissionen Bayerns bis 2050 auf unter zwei Tonnen pro Einwohner abzusenken.

Die Inbetriebnahme einer neuen LED-Fassade der Allianz Arena ermöglichte 2015 eine Absenkung des Energieverbrauches für dieses wesentliche Element um beinahe 40 Prozent.

In den Planungen der Allianz Arena wurde von Anfang berücksichtigt, dass das Betriebsjahr aus mehr als 300 so genannten Nicht-Spieltagen besteht. „Wir sind ganz sicher ein ökologischer Matchwinner bei der Beleuchtung“, sagt Jürgen Muth, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Allianz Arena München Stadion GmbH. „Die von uns eingesetzte LED-Technik reduziert den Stromverbrauch signifikant, und die dynamische Entwicklung des Leuchtmittelmarktes lässt auf mehr hoffen. Außerdem haben wir unseren Energiebedarf durch Optimierung der Beleuchtungszeiten und die großflächige Verwendung von Bewegungsmeldern erheblich vermindert.“

München verfügte 2006 unter allen deutschen WM-Städten über den einzigen Neubau. Daraus resultierten und resultieren Vorteile gegenüber Bestandsimmobilien. Auf Grundlage umweltgerechten Bauens und unter Verwendung von Zukunftstechnologien wurde die Allianz Arena eine Sportstätte, die im nationalen und internationalen Profifußball Standards setzt. Dabei wird durch den Einsatz neuer digitaler Technik nicht nur der Besucher-Service kontinuierlich verbessert, sondern auch die ökologische Ausrichtung gefördert und erweitert.

2019 wird der Neubau Parkhaus-West der Allianz-Arena fertig gestellt. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wird dann für eigene Energiegewinnung sorgen. Auch für das Thema Elektromobilität liegen konkrete Planungsüberlegungen der Allianz Arena München Stadion GmbH vor.

„Seit 2006 hat sich die Allianz Arena jährlich nach den strengsten Richtlinien Europas – nach der EMAS-Verordnung – prüfen lassen“, sagt Allianz-Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth. „Vor der Umstellung auf Mehrwegbecher haben wir das Umweltinstitut Intechnica beauftragt, unser Stadion standortspezifisch zu untersuchen. Das Gutachten war eindeutig und favorisiert eine Mehrwegbecher-Umstellung. Wobei ich erwähnen möchte, dass wir schon beim Einwegbecher auf vollständige Kompostierbarkeit des Materials geachtet haben. Für uns als Betreiber stand zunächst der Servicegedanke im Vordergrund. Es wird eine Herausforderung sein, die Geschwindigkeit beim Handling von Getränkeausgabe und Becherannahme mit Pfandrückgabe zu halten. Nicht nur wir werden uns umstellen, auch unsere Zuschauer werden sich umstellen müssen. Aber das wollen wir ja alle: die Umwelt noch besser schützen. Ich sehe das als gemeinsame Aufgabe, der wir alle nun noch umfangreicher nachkommen können.“

Key Facts

Der FC Bayern München stellt bis Sommer 2018 auf ein Mehrwegbechersystem bei Heimspielen in der Allianz Arena um.
Partner des FC Bayern bei der Umstellung auf eine Mehrwegbecher-Lösung war das Bayerische Umweltministerium mit Ministerin Ulrike Scharf an der Spitze.
Bei der Ausgabe des Mehrwegbechers wird ein Pfand in Höhe von zwei Euro fällig, das bei Rückgabe wieder erstattet wird.
Durch eine Mehrweglösung wird Abfall vermieden und noch effizienter mit Energie-Ressourcen verfahren.
Erster Testlauf für die Umstellung auf den Mehrwegbecher: 2. Dezember beim Bundesligaheimspiel gegen Hannover.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

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