München:

Scharf: Nationalpark-Dialog in den Isar-Auen geht weiter
Auftaktveranstaltung in Freising

Der Dialog zu einem möglichen dritten Nationalpark in der Donau-Isar-Region geht weiter. Das ist das Ergebnis eines ersten Verbändegesprächs, das auf Einladung der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf und des Freisinger Landrats Josef Hauner gestern Abend in Freising stattfand. „Das war ein wichtiges Gespräch. Der Dialog mit der Region ist für uns entscheidend. Wir nehmen die Anliegen und Interessen der Menschen vor Ort sehr ernst. Jetzt geht es darum, in einem vertieften Dialog weiter zu informieren, Fragen zu klären und Chancen und Perspektiven aufzeigen. Die Diskussion über die Zukunft der Region führen wir mit den Menschen in der Region. Eine Entscheidung fällt erst am Ende des Dialogprozesses“, so Scharf. Auch Landrat Hauner warb für einen vertieften, ergebnisoffenen Dialog ohne Vorfestlegungen: „Der Landkreis Freising hat sich noch in keine Richtung festgelegt. Wir werden das Thema nun in verschiedenen Gremien besprechen. Dabei ist es uns wichtig, auch Bedenkenträger zu Wort kommen zu lassen. Wir wollen Chancen und Risiken zusammentragen und auf dieser Basis am Ende eine Entscheidung für oder gegen einen Nationalpark Isar-Auen fällen.“

Das Verbändegespräch zeigte Chancen für die Region durch einen Nationalpark sowie mögliche Auswirkungen auf. Im Mittelpunkt der Diskussion standen insbesondere das für die Kommunal- und Verbandsvertreter wichtige Thema Naherholungsmöglichkeiten in der Natur sowie die Fischerei. Scharf betonte dazu: „Bayern ist einer der attraktivsten Standorte der Welt, weil wir unsere Natur haben, unsere Landschaften und den Reichtum unserer einzigartigen Naturheimat. Nationalparke machen Wildnis erlebbar. Die Menschen lieben ihre freifließende Isar und deren angrenzende Auwälder. Der Zugang zu Fluss und Wald ist den Menschen in der Region sehr wichtig.“ Scharf bot an, dass Mitarbeiter des Ministeriums in die Region kommen können, um in Gemeinderatssitzungen oder Bürgerversammlungen über einen möglichen Nationalpark in den Isar-Auen zu informieren.

Im Rahmen des weiteren Dialogs soll geklärt werden, inwieweit die Isar-Auwälder für einen möglichen Nationalpark die Auwälder an der Donau zwischen Lechmündung und Weltenburg ergänzen können. Die Auwaldbereiche an der Donau und an der Isar sind in Deutschland einzigartig und naturschutzfachlich von herausragender Bedeutung. Hier könnte der bundesweit erste Auwald-Nationalpark entstehen.

An dem Verbändegespräch in Freising haben rund 40 Vertreter der relevanten Verbände und Interessensvertreter aus den Bereichen Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Tourismus, Wirtschaft, Jagd oder Holzwirtschaft sowie der Politik teilgenommen.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.