Bayrisch Eisenstein -Tschechien:

„Freundschaft und Nachbarschaft zwischen Bayern und Tschechien weiter stärken“:

Sprachgipfel als Spiegel des Miteinanders

 

Lehrer und Schüler, Hochschulvertreter und Studierende, Bürgermeister und Unternehmer vertiefen die Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien – intensiver Austausch zu Kooperationen – Staatssekretär Bernd Sibler: „Initiativen schaffen ein Klima des Miteinanders“

„Der bayerisch-tschechische Sprachgipfel hat uns allen heute eindrücklich gezeigt, wie vielfältig die Kooperationen zwischen bayerischen und tschechischen Schulen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Kommunen und Unternehmen inzwischen sind. Der intensive Austausch zwischen den Teilnehmern aus der Grenzregion kann wie ein Katalysator wirken und neue Ideen der Zusammenarbeit hervorbringen“, zog Staatssekretär Bernd Sibler heute in Bayerisch Eisenstein im Anschluss an die Netzwerktagung Bilanz. Gemeinsam mit Dr. Olaf Heinrich, Präsident der Europaregion Donau-Moldau, hatte er Bildungs- und Wirtschaftsvertreter zu einem bayerisch-tschechischen Sprachgipfel eingeladen, um die nachbarschaftlichen Kontakte weiter zu stärken.

„Die freundschaftliche Beziehung zur Tschechischen Republik ist für Bayern nicht nur ein wertvolles Geschenk, sondern auch eine dauerhafte interkulturelle Aufgabe. Daher freue ich mich sehr über die vielen Initiativen und Projekte, die unser Bildungsangebot bereichern, ein Klima des Miteinanders schaffen und darüber hinaus Impulsgeber für weitere Vorhaben sein können“, so der Staatssekretär, der selbst in dieser Region zu Hause ist.

Breites Informationsangebot

An rund 25 Ständen informierten Schulen, Hochschulen, Bildungsinstitutionen und Wirtschaftsverbänden über verschiedene Programme, Projekte und Kooperationen zwischen tschechischen und bayerischen Partnern. Die Präsidentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden, Prof. Dr. Andrea Klug, beleuchtete in ihrem Impulsvortrag notwendige Kompetenzen und Strategien der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Bayern und Osteuropa. Über Perspektiven für das nachbarschaftliche Miteinander sprachen im Rahmen des Programms u.a. die tschechische Generalkonsulin Kristina Larischovà, der deutsche Botschafter in Prag Dr. Christoph Israng, der Vizepräsident der IHK Niederbayern Franz-Xaver Birnbeck sowie Dr. Petr Bannert aus dem tschechischen Bildungsministerium.

Vielfältiges Angebot im Schul- und Hochschulbereich

Anhand der Informationsangebote wurde deutlich, dass es eine Vielzahl an Ideen und Initiativen gibt, die Sprache und Kultur der tschechischen Nachbarn den jungen Menschen in Bayern näher zu bringen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zu intensivieren.

Im schulischen Bereich gehören dazu u.a. tschechischer Sprachunterricht, rund 140 Schulpartnerschaften mit Auslandsaufenthalten von über 4.000 Schülerinnen und Schülern, der Erwerb von Sprachzertifikaten in Zusammenarbeit mit der Karlsuniversität Prag, tschechische Sommerkurse für Lehrkräfte aus Bayern, schulische Initiativen mit der regionalen Wirtschaft oder auch grenzüberschreitende Kooperationen im schulischen und außerschulischen Sport.

Im Hochschulbereich gründet sich die Zusammenarbeit neben vielen Einzelkontakten auf über 90 offizielle Partnerschaftsverträge zwischen bayerischen und tschechischen Hochschulen. Das Bayerische Hochschulzentrum für Mittel-, Ost- und Südosteuropa (BAYHOST) mit Sitz an der Universität Regensburg unterstützt die bayerischen Hochschulen intensiv beim Auf- und Ausbau von Forschungsnetzwerken sowie von studentischem und akademischem Austausch mit tschechischen Partnerhochschulen, insbesondere über die angegliederte Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur.

Staatssekretär Sibler verwies auf die wertvolle Zusammenarbeit zwischen dem Tschechischen Bildungs- und Kulturministerium und dem Bayerischen Bildungsministerium, die sich u.a. in einer gemeinsamen Absichtserklärung zur verstärkten Zusammenarbeit in allen kulturellen Bereichen und einer Vereinbarung zum Ausbau der wissenschaftlichen Forschungskooperationen manifestiert.

Über Sprache Menschen erreichen

Staatssekretär Sibler und der Präsident der Europaregion Donau-Moldau Dr. Heinrich dankten allen bayerischen und tschechischen Partnern für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, die nachbarschaftlichen Beziehungen weiter zu vertiefen. Mit Blick auf die Zukunft der Donau-Moldau-Region, die Initiativen und Programme in diesem Raum bündelt, wandte sich Dr. Heinrich an die Teilnehmer: „Am besten lernt man eine Sprache, wenn man den Menschen mit Neugier, Offenheit und Interesse begegnet. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass unsere Region auch sprachlich zusammenwächst, damit ein fruchtbares Miteinander gelingen kann und uns allen – ob kulturell, wirtschaftlich oder politisch – eine blühende Zukunft ermöglicht.“

Abschließend betonte Staatssekretär Sibler: „‚Kolik řečí znáš, tolikrát jsi člověkem – So viele Sprachen du sprichst, so oft bist du Mensch.’ Dieses tschechische Sprichwort macht anschaulich, wie wichtig interkulturelle Bildung ist. Dazu gehört unbedingt auch der Erwerb fremdsprachlicher Kenntnisse, weil diese uns einen vertieften Zugang zur jeweils anderen Kultur eröffnen. Lassen Sie uns also alle gemeinsam weiter an der Verständigung arbeiten!“

 

Fotos der Veranstaltung können ab Freitag, 06.10.2017, ab ca. 14 Uhr unter http://www.km.bayern.de/pressematerial kostenfrei heruntergeladen werden.

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.