Tschechien:

Tschechien beteiligt Bürgerinnen und Bürger an seinem Konzept zur
Atommüll-Entsorgung

Im Rahmen einer grenzüberschreitenden Strategischen Umweltprüfung (SUP)
beteiligt Tschechien die Öffentlichkeit an der Erstellung seines Konzepts
zur Entsorgung radioaktiver Abfälle. Bis zum 18. August 2017 können
Bürgerinnen und Bürger auch aus Deutschland bei der zuständigen
tschechischen Behörde Stellungnahmen bzw. Eingaben einreichen.

Die Tschechische Republik hat ihr im Jahr 2002 vorgelegtes Konzept zur
Entsorgung bestrahlter Brennelemente und radioaktiver Abfälle angepasst.
Das neue Entsorgungskonzept berücksichtigt die zusätzlichen Abfälle aus
dem Bau neuer Reaktorblöcke und der geplanten Laufzeitverlängerung
bestehender Atomkraftwerke. Es wurde an aktuelle rechtliche und politische
Festlegungen auf nationaler und internationaler Ebene angepasst. Konkret
sieht das Entsorgungskonzept für die Endlagerung hochradioaktiver
Ab-fälle die Inbetriebnahme eines tiefengeologischen Endlagers bis 2065
vor. Zudem enthält es Ausführungen zur Entsorgung schwach- und
mittelradioaktiver Abfälle, zur Zwischenlagerung, zu finanziellen
Aspekten der Entsorgung, zu Forschung und zur
Öffentlichkeitsbeteiligung.

Das tschechische Umweltministerium hat die Bundesregierung darauf
hingewiesen, dass die Umsetzung des Entsorgungskonzeptes entsprechend den
Ergebnissen des Umweltberichts außerhalb der Staatsgrenze der
Tschechischen Republik keine direkten Umweltauswirkungen nach sich ziehe.
Keiner der Standorte, die für eine unterirdische Endlagerung in der
Tschechischen Republik potentiell in Frage kommen, befinde sich nahe der
tschechischen Staatsgrenze.

Bürgerinnen und Bürger können die von der Tschechischen Republik
übersandten Unterlagen auf den Internetseiten des
Bundesumweltministeriums unter www.bmub.bund.de/P4684 herunterladen. Zudem
können die SUP-Unterlagen bis zum 18.08.2017 an folgenden Stellen
eingesehen werden:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
(Bibliothek Dienstsitz Berlin), Stresemannstraße 128-130, 10117 Berlin,
Mo. – Fr. 8:30 bis 15:00 Uhr

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
(Bibliothek Dienstsitz Bonn), Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn, Mo. –
Do. 8:30 bis 16:00 Uhr und Fr 8:30 bis 15:00 Uhr

Stellungnahmen bzw. Eingaben können in deutscher Sprache auf dem Postweg
eingereicht werden an (für die oben genannte Frist ist der Eingang
maßgeblich):

Ministry of the Environment/ Ministerstvo životního prostředí
Department of EIA and IPPC
Vrsovicka 65
100 10 Praha 10
Tschechische Republik

Alternativ besteht die Möglichkeit, Stellungnahmen bzw. Eingaben per
E-Mail an pos-ta@mzp.cz zu versenden.

Hinweis zur Frist:
Es ist zu beachten, dass nicht fristgerecht erhobene Einwendungen im
weiteren Verfahren möglicherweise nach tschechischem Recht ausgeschlossen
sind. Verspätet vorgebrachte Einwendungen fließen somit gegebenenfalls
nicht mehr in den Entscheidungsfindungsprozess ein.

Hinweis zum Datenschutz:
Möglicherweise sieht das tschechische Recht vor, dass
Kommentare/Stellungnahmen, inklusive die der deutschen Öffentlichkeit,
veröffentlicht werden. Sofern Sie der Veröffentlichung Ihrer
Stellungnahme nicht zustimmen, machen Sie dies in Ihrer Nachricht an die
tschechische Behörde deutlich.

Gerne können Sie eine Kopie Ihrer Stellungnahme bzw. Eingabe auch an das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit,
Referat RS III 2, Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn, oder in
elektronischer Form an SUP-Entsorgungskonzept-CZ@bmub.bund.de senden.

 

 

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Quelle; bmub.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.