Berlin:

„Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ gestartet

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet ein neues
Investitionsprogramm für Mikroelektronik-Forschung. Kern des Programms ist
die „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“, in der erstmals
landesweit die Forschungskapazitäten vernetzt, gebündelt und erweitert
werden, um international als Mikroelektronikstandort mehr Gewicht zu
erlangen. Das BMBF finanziert das Investitionsprogramm mit insgesamt rund
400 Millionen Euro. Seit der Wiedervereinigung ist dies die größte
Investition in die Forschung für Mikroelektronik in Deutschland.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte bei der heutigen
Auftaktveranstaltung in Berlin: „Wir brauchen im Zeitalter der
Digitalisierung mehr Hightech-Wachstum in Europa. In der
‚Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland‘ bündeln wir unsere
exzellente Forschung. Damit werden wir auch international als Schwergewicht
der Forschung sichtbar und haben die große Chance, selber entscheidende
IT-Entwicklungen anzustoßen. Das ist ein Beitrag zur Stärkung einer
wichtigen Schlüsselindustrie, auch mit Blick auf Europa,
Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze.“

Durch die „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ werden im ersten
Schritt insgesamt 13 beteiligte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
mit den modernsten Geräten und Anlagen ausgestattet. Der
Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik sowie das Ferdinand-Braun-Institut,
Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik und das Leibniz-Institut für
innovative Mikroelektronik erhalten dafür rund 350 Millionen Euro.

In einem zweiten Schritt sollen ab 2018 mit weiteren 50 Millionen Euro
solche Investitionen für die Mikroelektronik an Hochschulen gefördert
werden, die die Forschungsschwerpunkte in der Forschungsfabrik inhaltlich
ergänzen und die besonderen Kapazitäten der Hochschulen auf dem Gebiet
berücksichtigen.

Das für die „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ entwickelte
Konzept sieht vor, die technologischen Fähigkeiten in einem gemeinsamen
Technologiepool zusammenzuführen, Ausstattungslücken zu schließen und
die wichtigen Laborlinien für Mikroelektronik-Technologien zu erneuern. In
vier sogenannten Technologieparks wird die Arbeit auf folgende
zukunftsrelevante Themenfelder konzentriert: Neueste Siliziumtechnologien
für die Sensorik sowie Aktorik und Informationsverarbeitung, Halbleiter
mit modernsten Materialien für Energiespar- und Kommunikationstechnik,
neuartige Kombinationen von Silizium- und anderen Halbleitern für das
Internet der Dinge und Entwurf, Test und Zuverlässigkeit für Qualität
und Sicherheit. Insgesamt werden mehr als 2.000 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler mitwirken.

Regional verteilen sich rund drei Viertel der Investitionen auf Sachsen,
Berlin und Bayern als starke Mikroelektronik-Forschungsstandorte. Weitere
Standorte sind in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg,
Schleswig-Holstein und Thüringen angesiedelt. Eine zentrale
Geschäftsstelle wird die Aktivitäten koordinieren und die zentrale
Schnittstelle zu Industriepartnern bilden.

Mit den Investitionen in die „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“
sowie die Hochschulen und dem Rahmenprogramm „Mikroelektronik aus
Deutschland – Innovationstreiber der Digitalisierung“ unterstützt das BMBF
Forschung und Innovation in der Mikroelektronik mit insgesamt rund 800
Millionen Euro bis 2020. Dies ist Teil eines Maßnahmenpaketes zur
Förderung der Mikroelektronik in Deutschland, das die Bundesregierung auf
den Weg gebracht hat und zu dem auch eine Investitionsförderung für
Mikroelektronikunternehmen gehört. Die Mikroelektronik ist eine
Schlüsseltechnologie für strategisch bedeutsame, starke Industriebranchen
wie den Maschinen- und Automobilbau. Moderne Mikroelektronik ist
Voraussetzung für Industrie 4.0, intelligente Mobilität und effiziente
Technik für die Energiewende.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bmbf.de/de/6247.php
. <http://www.bmbf.de/de/6247.php.>

http://www.elektronikforschung.de/service/aktuelles/forschungsfabrik-mikroelektronik-deutschland-gestartet

Anlage Forschungsfabrik_Tabelle-ZE-BL.pdf
<http://www.bmbf.de/files/Anlage%20Forschungsfabrik_Tabelle-ZE-BL.pdf>

Zudem zeigen die anliegende Karte und Tabelle die vorgesehene Verteilung
der Investitionen für die Forschungsfabrik auf die Bundesländer und die
jeweils teilnehmenden Institute.

Quelle: bmbf.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.