München:

Scharf: Schutz vor Hochwasser ist Zukunftsaufgabe
Naabtal-Plan in Schwandorf vorgestellt

Der Freistaat hat mit dem Naabtal-Plan die erste Hochwasser-Gesamtbetrachtung eines großen Nebenflusses der Donau vorgelegt. Denn in Zeiten des Klimawandels kommt das nächste Hochwasser mit Sicherheit. Hochwasserschutz ist deshalb eine entscheidende Zukunftsaufgabe. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf bei der Vorstellung des Hochwasserschutz-Konzeptes für das Naabtal heute in Schwandorf: „In Bayern hat der Hochwasserschutz höchste Priorität. Hochwasserschutz ist mir eine Herzensangelegenheit. Die drei Säulen vorbeugender Hochwasserschutz, technischer Hochwasserschutz und allen voran die zeitnahe Warnung vor drohendem Hochwasser müssen gut aufeinander abgestimmt werden. Wir brauchen für jedes Hochwasser und für jeden Fluss maßgeschneiderte Lösungen. Denn kein Gewässer gleicht dem anderen. Wenn staatliche Vorsorge, kommunale Vorsorge und Eigenvorsorge der Bürger Hand in Hand gehen, ist das der beste Weg zum optimalen Hochwasserschutz im Naabtal.“

Das Naabtal im Landkreis Schwandorf ist stark hochwassergefährdet. In den Jahren 2002 und 2013 entging die Region knapp einer Hochwasser-Katastrophe, weil die dafür ursächlichen Regengebiete das Einzugsgebiet der Naab nur streiften. Bei einem hundertjährlichen Hochwasser wären rund 13.500 Einwohner und 1.850 Arbeitsplätze gefährdet. Davor soll der Naabtal-Plan die Gemeinden schützen. Scharf: „Wir brauchen im Naabtal eine intensive Hochwasservorsorge. Außerdem empfehlen wir den Bürgern eine Elementarschadenversicherung, die das Restrisiko abdecken kann. Wir wollen auch hier einen Hochwasserschutz für die Menschen und mit den Kommunen.“ Das Wasserwirtschaftsamt Weiden hat für Siedlungen im Naabtal – betroffen sind Gebiete in neun Gemeinden – Lösungskonzepte erarbeitet. In der Planung vorgesehen sind unter anderem Geländeauffüllungen, Deiche, Hochwasserschutzwände sowie Binnenentwässerung einschließlich Pump- und Schöpfwerken. Die Kosten für die Umsetzung des Naabtal-Plans liegen nach ersten Schätzungen bei rund 75 Millionen Euro. Für die Umsetzung wird ein Zeitraum von 15 bis 20 Jahren angesetzt.

Nach dem Junihochwasser 2013 hat die Staatsregierung beschlossen, die Anstrengungen im Hochwasserschutz weiter zu intensivieren und den Schutz der Menschen in Bayern vor den Naturgewalten noch schneller zu verbessern. Das Hochwasserschutzprogramm 2020plus ist die größte wasserbauliche Infrastrukturmaßnahme Bayerns. Insgesamt werden rund 3,4 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert. Aktuell laufen in Bayern rund 250 Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser: vom kleinen Rückhaltebecken bis zum Großprojekt Hochwasserschutz entlang der Donau.

Quelle:stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.