Berlin: 

Acht Leitsätze für familienbewusste Arbeitszeiten

Staatssekretär Josef Hecken und DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann eröffnen
Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie 2012“

Das Bundesfamilienministerium und die Wirtschaft haben gemeinsam Leitsätze für
eine flexible und familienbewusste Arbeitszeitkultur in deutschen Unternehmen
erarbeitet. Dafür werben auf dem Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie 2012“ im
Haus der deutschen Wirtschaft in Berlin der Staatssekretär im Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Josef Hecken gemeinsam mit dem
Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages,
Hans Heinrich Driftmann. Die Veranstaltung knüpft an die im vergangenen Jahr
verabschiedete „Charta für familienbewusste Arbeitszeiten“ an, in der sich
Politik und Wirtschaft auf ein gemeinsames Engagement für innovative und moderne
Arbeitszeitmodelle verpflichtet haben.

„Wir brauchen in Deutschland ein neues Verständnis von flexibler
Arbeitszeitgestaltung, damit Mütter und Väter Leistung im Beruf und Verantwortung
in der Familie besser vereinbaren können“, fordert Staatssekretär Josef Hecken.
„Flexibilität heißt auch: flexibel auf die familiären Bedürfnisse der
Beschäftigten einzugehen. Produktivität bedeutet heute mehr als Präsenz – wir
wollen eine Kultur, die Ergebnisse in den Mittelpunkt stellt. Politik und
Wirtschaft müssen gemeinsam Lösungen für eine familienbewusstere
Arbeitszeitgestaltung finden. Daran arbeiten wir mit unseren Partnern.“

„Die innovativen Ideen und Praxisbeispiele dieser Veranstaltung zeigen, dass
viele Unternehmen bereits im Sinne der Leitsätze unterwegs sind, die wir im
Vorfeld der Sitzung gemeinsam erarbeitet haben“, erklärt DIHK-Präsident
Hans Heinrich Driftmann und hebt dazu den Zusammenhang zur Fachkräftesicherung
hervor: „Auch aufgrund des Fachkräftemangels müssen wir alle Potenziale nutzen:
In Deutschland gibt es viele gut qualifizierte Frauen, die wir noch besser ins
Erwerbsleben integrieren müssen. Innovative Arbeitszeitmodelle sind hierfür ein
Schlüsselinstrument.“

Die auf der Veranstaltung vorgestellten Leitsätze sollen Unternehmen als Anregung
und Orientierung dienen. Themen sind unter anderem Führung in Teilzeit, mobiles
Arbeiten oder individuelle Arbeitszeitlösungen. Anschließend diskutieren die rund
400 Teilnehmenden, inwiefern die Leitsätze in ihren Unternehmen umsetzbar sind
und welche Stellschrauben zukünftig wichtig sind, damit sich eine
familienbewusste Arbeitszeitkultur in der deutschen Wirtschaft durchsetzen kann.
Die gemeinsam erarbeiteten Leitsätze für eine flexible und familienbewusste
Arbeitszeitkultur in Deutschland lauten:
* Flexible Arbeitszeitmodelle sind ein Gleichgewicht zwischen betrieblichen
Anforderungen und privaten Bedürfnissen – wir suchen mit unseren
Beschäftigten gemeinsam passgenaue Lösungen zur Sicherung von
Wettbewerbsfähigkeit und Familienfreundlichkeit.
* Produktivität ist mehr als Präsenz – wir arbeiten an einer Kultur, die
Ergebnisse in den Mittelpunkt stellt.
* Führungsverantwortung und Familienverantwortung müssen miteinander
kompatibel sein – wir sind offen für neue Arbeits(zeit)modelle in
Führungspositionen und fördern sie.
* Viele Arbeiten können auch an anderen Orten erledigt werden – wir sind
dafür offen und unterstützen mobiles Arbeiten, wann immer es möglich ist.
* In jedem Erwerbsleben gibt es Phasen mit besonderen familiären
Herausforderungen – unser Ziel ist eine bestmögliche Rücksichtnahme und
Unterstützung.
* Von familienbewusster Arbeitszeitgestaltung profitieren nicht immer alle
gleich – denen, die ihre Kollegen bei der Vereinbarkeit unterstützen,
gebührt unsere besondere Anerkennung und Wertschätzung.
* Verlässliche Kommunikationszeiten sind unverzichtbar – Präsenztermine und
Meetings halten wir deshalb in der Zeit gesicherter Betreuung ab.
* Nachhaltige Leistungsfähigkeit setzt Pausen voraus – wir respektieren
Wochenenden bzw. Zeiten, zu denen Beschäftigte nicht erreichbar sind.

Der Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie 2012“ ist das jährliche
Mitgliedertreffen des gleichnamigen Unternehmensnetzwerks, das 2006 vom
Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag als
zentrale Plattform für familienfreundliche Unternehmen gegründet wurde.
Mittlerweile sind über 4.000 Mitglieder im Netzwerk aktiv. Das serviceorientierte
Netzwerkbüro berät und unterstützt gerade kleine und mittlere Betriebe bei der
praktischen Umsetzung einer familienfreundlichen Personalpolitik.

Quelle: bmfsfj.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.