Berlin:

Deutsch-Palästinensisches Forschungs- und Promotionsprogramm

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB, und ein Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde haben heute in Jülich das neue Programm „Palestinian-German Science Bridge“ feierlich eröffnet. Bis zu 15 exzellente Master- sowie sieben Doktoranden aus Palästina erhalten während der nächsten fünf Jahre die Chance, ihre Forschungsarbeiten am Forschungszentrum Jülich durchzuführen und in Deutschland zu promovieren. Mittelfristig können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Aufbau von Forschungsinfrastrukturen in Palästina beitragen.

Das Bundesministerium fördert das Projekt mit 2,5 Millionen Euro.

„Mit dem Programm fördern wir junge Talente“, sagte Staatssekretär Rachel. „Die palästinensischen Universitäten verfügen über ein großes Potenzial sehr gut theoretisch ausgebildeter und hoch motivierter Masterstudierender, denen es jedoch insbesondere im natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich an weiterführenden Experimentier- und Forschungsmöglichkeiten an den einheimischen Universitäten fehlt. Hier setzt das Programm an. Langfristig eröffnen wir damit Chancen, in im eigenen Land zur Gestaltung der Zukunft und zum Wohlstand beizutragen.“

Träger des Projekts sind das Forschungszentrum Jülich (FZJ) und die Palästinensische Akademie der Wissenschaften (PALAST). In dem Kooperationsprogramm werden in einem ersten Schritt ausgewählten palästinensischen Masterstudierenden aller dortigen Universitäten stark erweiterte Experimentier- und Forschungsmöglichkeiten am Forschungszentrum Jülich ermöglicht. Die besten Masterstudentinnen und Studenten können dann in Deutschland promovieren. Nach Abschluss der Ausbildung ist eine Rückkehr an eine palästinensische Universität oder Forschungseinrichtung geplant. Dort sollen eigene Forschungsgruppen und Doktorandenstudiengänge aufgebaut werden.

Denn in den Palästinensischen Gebieten gibt es bisher nur vier Promotionsprogramme (Chemie, Physik und Islamisches Recht an der Al-Najah Universität Nablus sowie ein „Interdisciplinary PhD in Social Sciences“ an der Universität Birzeit). Mit Ausnahme des Programms in islamischem Recht haben die allerdings noch keine Absolventen hervorgebracht. Die Al-Azhar Universität in Gaza hat unlängst den Antrag auf Akkreditierung eines Promotionsprogramms im Bereich Chemie gestellt. Das Förderprogramm „Palestinian-German Science Bridge“ führt so zum Aufbau von Forschergruppen vor Ort. Damit besteht die große Chance, die Forschungsinfrastruktur an palästinensischen Universitäten langfristig und nachhaltig aufzubauen und zu entwickeln.

Das Programm sieht zudem weitere Vernetzungs- und Kapazitätsaufbaumaßnahmen zwischen deutschen und palästinensischen Wissenschaftlern vor: Jährliche Forschungskurzaufenthalte und Sommerschulen von palästinensischen Forscherinnen und Forschern am FZJ sowie Gastdozenturen der Jülicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den palästinensischen Universitäten sollen die Qualität der Kooperation sowie deren stete Weiterentwicklung nachhaltig sicherstellen.

Das neue Programm steht im Kontext mit der 2014 auf Ministerebene zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem palästinensischen Hochschulministerium vereinbarten bilateralen Kooperation in Bildung und Forschung und dem deutschen Engagement für eine Zwei- Staaten Lösung. Dies wurde zuletzt auch im Rahmen der deutsch- palästinensischen Regierungskonsultationen Ende Oktober 2016 in Berlin nochmals unterstrichen. Neben dem neuen Programm werden das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das palästinensische Hochschulministerium erstmals ab Januar 2017 14 gemeinsame Forschungsprojekte insbesondere in den Bereichen Materialwissenschaften, Landwirtschaft und Erneuerbare Energien fördern.

Quelle:bmbf.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.