Berlin:

Klimaschutz/Internationales
Pariser Klimaschutzabkommen nimmt erste Hürde

Heute ist in New York die erste Hürde zum Inkrafttreten des Pariser
Klimaschutzabkommens genommen worden – die Ratifikation von mindestens
55 Staaten. Dazu erklärt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks:

„Seit heute haben 60 Staaten das Pariser Klimaschutzabkommen ratifiziert.
Damit haben wir die erste Hürde zum Inkrafttreten geschafft. Das ist eine
Dynamik, die Mut macht für den internationalen Klimaschutz. Jetzt wollen
wir alles dafür tun, dass wir auch die zweite Hürde in den nächsten
Wochen überwinden. Das ist die Schwelle, dass die Vertragsparteien mehr
als 55 Prozent der weltweiten Emissionen repräsentieren müssen. Bislang
liegen wir bei knapp 48 Prozent – wir sind also nah dran! Wir in
Deutschland können mit unserem Emissionsanteil von 2,5 Prozent dabei
mithelfen. Wir haben so lange für dieses Abkommen gekämpft, jetzt
können wir es unumkehrbar machen. Ich will, dass Deutschland von Beginn
an als Vertragspartei mit dabei ist.

steckdose

Darum wollen wir diese Woche das deutsche Ratifizierungsgesetz in Bundestag
und Bundesrat beschließen. Ich danke den Fraktionen und den Ländern für
ihre Bereitschaft, diesen beschleunigten Weg mitzugehen. In der EU setze
ich mich für Vereinbarungen ein, dass die EU gemeinsam mit einigen
Mitgliedstaaten, die schon so weit sind, bereits jetzt ratifizieren kann.
Unsere Rechtsexperten haben dazu Wege identifiziert, die wir nun im Rat
vereinbaren müssen. Das wäre eine massive Beschleunigung des
EU-Ratifizierungsverfahrens. Mein Ziel ist es, dass wir schon bei der
Klimakonferenz in Marrakesch im November mit der konkreten Umsetzung des
Abkommens beginnen können.“

Hintergrund zum deutschen Ratifizierungsverfahren:
Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf zur Ratifikation bereits Anfang
Juli im Kabinett beschlossen. Das vorgesehene Gesetzgebungsverfahren wäre
jedoch erst im November abgeschlossen gewesen, so dass die Ratifizierung
des Übereinkommens von Paris durch die Bundesrepublik Deutschland erst
nach der Klimakonferenz in Marrakesch möglich gewesen wäre. Auf
Initiative von Bundesumweltministerin Hendricks und mit Zustimmung aller
Fraktionen des Deutschen Bundestags ist es nun gelungen, die Gesetzgebung
so zu beschleunigen, dass der Bundestag den Gesetzentwurf innerhalb einer
Woche behandeln und somit noch am Donnerstag beschließen kann. Da auch
die Länder mit einer Beschleunigung einverstanden sind, wird der
Bundesrat das Gesetz ebenfalls noch in dieser Woche, nämlich am Freitag,
abschließend behandeln. Es kann damit voraussichtlich bereits Anfang
Oktober in Kraft treten, so dass die Bundesrepublik das Übereinkommen von
Paris noch rechtzeitig vor der nächsten Klimakonferenz ratifizieren
kann.
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Quelle:bmub.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.