Berlin:

Bundesgesundheitsminister Gröhe und Bundesfamilienministerin Schwesig starten
gemeinsam mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft die Initiative „Demenz
Partner“
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bundesfamilienministerin Manuela
Schwesig gaben heute gemeinsam in Berlin den Startschuss für eine
deutschlandweite Initiative, die über Demenzerkrankungen  sowie die Bedürfnisse
von Menschen mit Demenz und ihren Familien aufklärt. Die Deutsche Alzheimer
Gesellschaft führt die Initiative „Demenz Partner“ durch, die vom
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert und durch das Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt wird.

teddy

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Der gute Umgang mit Pflegebedürftigen
und im Besonderen mit demenziell erkrankten Menschen liegt mir sehr am Herzen.
Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und dem neuen Begutachtungsverfahren
schaffen wir für Menschen mit Demenz ab dem 1. Januar 2017 endlich den
gleichberechtigten Zugang zu allen Leistungen der Pflegeversicherung. Auch im
Alltag müssen wir unseren Umgang mit dieser schweren Erkrankung verändern. Ob es
um Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft oder Hilfestellungen beim Einkauf, im Bus
oder beim Behördengang geht – jeder von uns kann ein „Demenz-Partner“ werden. Die
neuen Kurse helfen dabei, mehr Verständnis für demenziell Erkrankte zu entwickeln
und ihnen im Alltag hilfreich zur Seite zu stehen.“

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Für Menschen mit Demenz und ihre
Angehörigen ist ein verständnisvolles Umfeld wichtig. Es hilft, mit der
schwierigen Situation besser umzugehen. Verständnis setzt Wissen über die
Krankheit und die Sorgen der Erkrankten und ihrer Angehörigen voraus. Doch Demenz
ist noch immer ein mit Angst und Vorurteilen behaftetes Thema über das wir zu
wenig sprechen. Mit der Initiative möchten wir möglichst viele Menschen gewinnen,
sich zu informieren, Verantwortung zu übernehmen und sie für Möglichkeiten der
Hilfe und Begleitung sensibilisieren, für ein verständnisvolleres Miteinander.
Dazu tragen die durch das BMFSFJ Modellprojekt geförderten „Lokale Allianzen für
Menschen mit Demenz“ bereits erfolgreich bei.“

Monika Kaus, erste Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: „Auch wenn
es das Thema mittlerweile häufiger in die Medien schafft: Aufklärung über Demenz
ist nach wie vor wichtig. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen erleben immer
wieder, dass Freunde und Verwandte sich zurückziehen und sie berichten von
Unverständnis und Ablehnung, die ihnen im Alltag begegnen. Mit dieser Kampagne
wollen wir für Verständnis, Toleranz und Hilfsbereitschaft werben, wenn zum
Beispiel jemand verwirrt auf der Straße oder vor dem Bankautomaten steht oder
seinen langjährigen Nachbarn nicht wiedererkennt.“

„Demenz braucht Dich“ lautet der Slogan der Demenz-Partner-Initiative. Damit ist
gemeint, dass jeder mit seinem Verhalten dazu beitragen kann, die
Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz zu verbessern. In bundes-weit
stattfindenden Kursen werden neben Wissen zum Krankheitsbild wichtige Tipps zum
Umgang mit Menschen mit Demenz vermittelt. Wer an den 90-minütigen kostenlosen
Kursen teilnimmt, erhält als Teilnahmebestätigung eine Urkunde und einen
Anstecker, der ihn als „Demenz Partner“ ausweist.

Vorbild ist die Aktion „Dementia Friends“ der englischen Alzheimer-Gesellschaft,
die die Initiative aus Japan aufgenommen hat. Daran beteiligen sich inzwischen
mehrere Millionen Menschen in Großbritannien, Kanada, Nigeria, China und weiteren
Ländern.

In Deutschland leben gegenwärtig 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Ungefähr 60
Prozent davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Ihre Zahl wird bis 2050
auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Behandlung oder Prävention
gelingt. „Demenz Partner“ fordert alle Menschen auf, sich über das Krankheitsbild
zu informieren. Denn Menschen mit Demenz begegnet man nicht nur in der Familie,
sondern vielfach im Alltag, in der Nachbarschaft und auch am Arbeitsplatz.

Die Initiative hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Nach der Anschubfinanzierung
durch das Bundesgesundheitsministerium unterstützt Frau Susanne Klatten mit ihrer
gemeinnützigen SKala-Initiative die bundesweite Initiative für die nächsten fünf
Jahre.

Alle wichtigen Informationen finden Sie unter: www.demenz-partner.de
<http://www.demenz-partner.de/>.

Quelle: bmfsfj.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.