München:

Bayerns Justizminister Bausback fordert generelle Verlängerung der Insolvenzantragsfrist bei Naturkatastrophen: „Unternehmen brauchen Rechtssicherheit – auch und gerade im Katastrophenfall!“
Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback fordert eine Regelung in der Insolvenzordnung, nach der für Unternehmen, die durch Naturkatastrophen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, eine verlängerte Insolvenzantragsfrist gilt. Nach den Starkregenereignissen im Juni 2016 hat der Bundesgesetzgeber – wie auch zuvor schon bei den Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013 – kurzfristig die Insolvenzantragsfrist für die betroffenen Unternehmen vorübergehend ausgesetzt. „Es ist gut, dass Bundesgesetzgeber quasi im Wege der Eilgesetzgebung sofort gehandelt hat. Dafür habe ich mich eingesetzt“, so Bausback. „So wichtig diese Soforthilfe war: Wir müssen jetzt noch einen Schritt weiter gehen. Hochwasserereignisse und andere Naturkatastrophen können künftig leider wieder auftreten. Wir brauchen deshalb eine allgemeine, für alle künftigen Fälle geltende Regelung im Insolvenzrecht, wie es sie beispielsweise in Österreich schon gibt.“

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Bausback hat sich deshalb mit einem konkreten Vorschlag für eine Ergänzung des § 15a der Insolvenzordnung an den Bundesjustizminister gewandt. Diese Vorschrift sieht vor, dass juristische Personen wie GmbHs spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung einen Insolvenzantrag stellen müssen. „In Fällen von Naturkatastrophen ist diese Frist nicht ausreichend. Häufig kann so schnell nicht geklärt werden, ob eine drohende Insolvenz etwa durch einen Zahlungsaufschub, staatliche Hilfeleistungen oder Versicherungsleistungen abgewendet werden kann“, so der bayerische Justizminister. „Wir dürfen nicht zulassen, dass ein an sich sanierungsfähiges Unternehmen so in die Insolvenz gezwungen wird. Ich schlage deshalb vor, die Insolvenzantragsfrist auf sechs Monate zu verlängern, wenn die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung unmittelbar in Folge von Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch, Lawine, Orkan oder anderen Naturkatastrophen eingetreten ist.“

Bausback hält eine solche generelle Regelung für dringend notwendig: „Unternehmen brauchen Rechtssicherheit – auch und gerade im Katastrophenfall! Sie dürfen künftig nicht mehr auf ein kurzfristiges Eingreifen des Gesetzgebers angewiesen sein, sondern müssen ihre Finanzierungs- und Sanierungsverhandlungen gleich auf verlässlicher Grundlage führen können. Ich bitte den Bundesjustizminister daher, schnellstmöglich eine entsprechende Regelung auf den Weg zu bringen!“

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.