München:

Huml: Benachteiligung Bayerns bei Gesetzlicher Krankenversicherung endlich beenden – Gesundheitsministerin bei Kongress der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in München

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml lässt bei ihrer Forderung nach Korrekturen am System der Krankenkassen-Finanzierung in Deutschland nicht locker. Huml betonte am Donnerstag anlässlich eines Kongresses der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) in München: „Bayerische Beitragszahler müssen endlich entlastet werden! Derzeit gibt es Benachteiligungen für die in Hochlohn- und Hochpreisregionen wie Bayern tätigen Krankenkassen und deren Versicherte.“

Die Ministerin erläuterte: „In Deutschland unterscheiden sich die Kosten für Gesundheitsleistungen je nach Region enorm. Doch obwohl die Krankenkassen hierauf keinen Einfluss haben, gleicht der Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) diese Kostenunterschiede bisher nicht aus.“

Huml fügte hinzu: „Ein neues Gutachten, das ich im Juni in Berlin vorgestellt habe, belegt die gegenwärtige Verteilungsungerechtigkeit. Zugleich wird klargestellt, dass keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegenüber der von Bayern vorgeschlagenen Ergänzung des Morbi-RSA durch eine Regionalkomponente bestehen. Deshalb muss jetzt endlich gehandelt werden!“

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Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft hatte unter dem Motto „Freiheit statt Schranken – unser Gesundheitssystem im Wandel“ Vertreter aus Unternehmen, Politik, Gesundheitswirtschaft und Krankenkassen zu dem Kongress eingeladen. Huml bekräftigte: „Ich werde weiter mit Nachdruck für eine Regionalkomponente im Morbi-RSA eintreten. Die bisherige Resonanz auf das neue Gutachten hat mir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und wichtige Impulse für einen fairen Wettbewerb geliefert haben.“

Die Ministerin unterstrich: „Das Gutachten lässt klare Trends erkennen. So sind die Leistungsausgaben der Krankenkassen in Bayern im Hinblick auf die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds im Mittel rund ein Prozent unterdeckt. Der sich daraus ergebende Fehlbetrag hat zwischen 2009 und 2014 insgesamt mindestens eine Milliarde Euro erreicht.“

Huml ergänzte: „Das neue Gutachten zeigt außerdem, dass wir nicht nur auf der Ausgabenseite Geld verlieren, sondern auch auf der Einnahmenseite. Allein in den Jahren 2011 bis 2014 sind mehr als 5,5 Milliarden Euro an Versichertengeldern aus Bayern abgeflossen. Der Freistaat ist zwar solidarisch. Aber unsere Solidarität darf nicht darin münden, dass die Qualität unseres Versorgungssystem gefährdet wird.“

Die Ministerin betonte ferner: „Niemand kann ignorieren, dass 2016 die im Westen tätigen regionalen Krankenkassen zumeist höhere Zusatzbeiträge erheben müssen als die im Osten. So können sich insbesondere alle Allgemeinen Ortskrankenkassen in den neuen Bundesländern unterdurchschnittliche Zusatzbeiträge leisten. Das ist nicht allein durch Haushaltsdisziplin und Effizienz zu erklären, sondern beruht vielmehr auch auf Fehlern im System des Morbi-RSA. Das müssen auch die Kritiker einer Regionalkomponente einsehen.“

Quelle:stmgp.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.