München:

Scharf und Schwarzelühr-Sutter: Alpen brauchen besonderen Schutz
Ehrung für verdiente Umweltschützer

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Biathlon-Weltmeisterin Magdalena Neuner und neun weitere verdiente Umweltschützer wurden heute für ihr Engagement für den Erhalt der Alpen geehrt. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf übergab ihnen gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, ein Album der Sondermarke „Die Alpen Vielfalt in Europa“. Die Ehrung fand am Sylvensteinspeicher statt. Scharf betonte: „Der Klimawandel ist Fakt. In den Alpen sind die Temperaturen in den vergangenen 100 Jahren um knapp zwei Grad Celsius gestiegen. Das ist beinahe doppelt so viel wie im globalen Durchschnitt. Die meisten Gletscher in Bayern wird es nicht mehr lange geben. Extreme Wetterereignisse nehmen zu. Diese dramatischen Entwicklungen müssen wir aufhalten. Dafür brauchen wir nicht nur die Politik, die Behörden und die Wissenschaft. Wir brauchen auch engagierte Menschen aus der Mitte der Bevölkerung, die vor Ort für den Umwelt- und den Klimaschutz werben und sich engagieren – Botschafter, die mit ihrer Überzeugungskraft und ihrem Wissen zum Schutz des sensiblen Alpenraums beitragen.“

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Schwarzelühr-Sutter ergänzte: „Die Alpen sind Erholungs-, Wirtschafts- und Lebensraum. Die Gletscher halten wichtige Süßwasserreserven für große Teile Europas. Die Bergwälder schützen vor Erosion, Lawinen und Hochwasser. Sie bedürfen eines besonderen Schutzes, dem wir mit allen Anrainerstaaten und den Regelungen der Alpenkonvention versuchen Rechnung zu tragen. Mindestens so wichtig wie dieses staatliche Handeln ist jedoch das Engagement vor Ort: Die Männer und Frauen, die sich ehrenamtlich und beruflich dafür einsetzen, dass es einen Ausgleich gibt zwischen wirtschaftlicher Nutzung und dem Erhalt dieses einzigartigen Lebensraumes.“

Zu den ausgezeichneten Männern und Frauen gehören unter anderem die mehrmalige Biathlon-Weltmeisterin Magdalena Neuner als Botschafterin für Natur und Kultur im Bayerischen Alpenraum, der als „Kräuterbürgermeister“ bekannte Fritz Irlacher, der erste Leiter des Nationalparks Berchtesgaden Dr. Hubert Zierl, Repräsentanten des Deutschen Alpenvereins und der deutschen Sektion der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA sowie Dr. Monika Konnert, die Leiterin der Bayerischen Saatgutanstalt in Teisendorf.

Die Sondermarke „Die Alpen – Vielfalt in Europa“ war aus Anlass der Deutschen Präsidentschaft der Alpenkonvention Anfang Juni erschienen, Herausgeber ist der deutsche Bundesfinanzminister. Neben dem Portowert wird beim Erwerb der Marken ein Zuschlag von 30 Cent fällig. Die Erlöse aus diesem Zuschlag kommen Projekten zu Gute, die sich für eine nachhaltige Entwicklung des Alpenraumes stark machen und die sich dafür einsetzen, dass die wirtschaftlichen Interessen der Region mit den ökologischen Erfordernissen in Einklang gebracht werden. Die Marke kann in allen Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erworben werden.

Die Sonderbriefmarke haben erhalten:
Magdalena Neuner, Botschafterin für Natur und Kultur im Bayerischen Alpenraum, Biathlon-Weltmeisterin
Fritz Irlacher, Altbürgermeister der Gemeinde Schleching und Initiator des Ökomodells Achental
Dr. Alfred Ringler, Biologe, Fotograf und Autor
Erwin Rothgang, Präsident von CIPRA Deutschland
Katharina Kling, Geschäftsführerin „Gemeindenetzwerk Allianz in den Alpen“ und Gemeindebetreuerin Deutschland
Rudi Erlacher, Geschäftsführender Vorsitzender des „Vereins zum Schutz der Bergwelt“, Vizepräsident des Deutschen Alpenvereins
Dr. Monika Konnert, Leiterin der Bayerischen Saatgutanstalt Teisendorf
Michael Hinterstoißer, Landwirtschaftsdirektor im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Miesbach, Geschäftsführer des „Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern“
Dr. Hubert Zierl, Leiter des Nationalparks Berchtesgaden von 1978 bis 2001, Vorsitzender des Vereins „Freunde des Nationalparks e.V.“
Werner Weindl, Bürgermeister der Gemeinde Lenggries, stellv. Vorsitzender des Vereins „Rettet die Isar jetzt“

Quelle:stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.