München:

Neuer Projektverbund zur ressourcenschonenden Biotechnologie gestartet
Scharf: Rohstoffwende ist Mega-Projekt

Bayern geht bei der Rohstoffwende neue Wege und nutzt dabei auch die Chancen der Biotechnologie. Mit dem Projektverbund BayBiotech wird der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen vorangebracht. Bei der Auftaktveranstaltung in der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf: „Es ist für die Zukunft unseres Landes von enormer Bedeutung, dass wir mit unseren endlichen Ressourcen sparsam und intelligent umgehen. Deshalb brauchen wir die Rohstoffwende – aus ökonomischen und ökologischen Gründen. Mit dem neuen Projektverbund erschließen wir innovative Möglichkeiten der Biotechnologie, um Ressourcen zu schonen. BayBiotech ist neben dem Projektverbund ForCycle ein weiterer starker Baustein im Handlungsfeld Forschung und Entwicklung unseres Mega-Projekts Rohstoffwende Bayern.“ Gerade der High-Tech-Standort Bayern soll von der Ressourceneffizienz besonders profitieren. Das Bayerische Umweltministerium finanziert den Projektverbund mit einem Gesamtvolumen von rund 2 Millionen Euro.

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Das Konzept für den Projektverbund wurde von der FAU entwickelt. Dabei werden beispielsweise Feinchemikalien entwickelt, die unter anderem wichtige Ausgangsstoffe für die Arzneimittelherstellung sind. Werden dort biologisch abbaubare Katalysatoren eingesetzt, ist die Entsorgung unerwünschter Nebenprodukte nicht mehr erforderlich. Scharf: „Mit sanften biotechnologischen Verfahren lassen sich Belastungen für die Umwelt deutlich reduzieren. Gleichzeitig können wir Energie, Kosten und Abfälle sparen und nachwachsende Rohstoffe als Alternativen erschließen. Diese Chancen wollen wir in Bayern verantwortungsvoll nutzen.“

Der zweite Schwerpunkt des Verbunds bearbeitet Fragestellungen zur Entwicklung von biologisch abbaubaren Kunststoffen. „Neben dem Plastikmüll in den Weltmeeren haben wir Mikroplastikpartikel auch in unseren Binnengewässern gefunden. Diese Entwicklung fordert zunehmend unsere Aufmerksamkeit. Wir wollen deshalb auch biologisch abbaubare Kunststoffe weiterentwickeln. Der Projektverbund nimmt die Forschung auf diesem Gebiet jetzt in Angriff“, erläuterte Scharf. Das Bayerische Umweltministerium hat bereits 2014 eine Mikroplastik-Initiative gestartet.

Folgende sieben Projekte werden im Rahmen des Projektverbunds finanziert:

Koordinierungsvorhaben zum Projektverbund BayBiotech, FAU

Ressourcenschonende Herstellung von Feinchemikalien, Technische Universität München (TUM)

Entwicklung neuer Ganzzellbiokatalysatoren, TUM

Biofilme für die Prozessintensivierung, Universität Bayreuth

Biotechnologische Optimierung der biobasierten Polymerherstellung, Wissenschaftszentrum Straubing

Synthese von Biopolymeren aus Kohlenstoffdioxid, TUM

Ressourceneffiziente Produktionsverfahren für PHB-Biokunststoffe, TUM

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.baybiotech.de.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.