München -Passau:

Huml fördert Ausbau der ambulanten Palliativversorgung in Passau – Bayerns Gesundheitsministerin: Neues Angebot für Versorgung schwerstkranker Patienten in Niederbayern

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml treibt den Ausbau der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) im Freistaat weiter voran. Huml betonte am Freitag: „Durch das neue SAPV-Team für die Stadt und den Landkreis Passau bauen wir die wohnortnahe Versorgung schwerstkranker Menschen weiter aus. Ziel ist es, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung der Patienten in ihrer vertrauten Umgebung zu erhalten, Schmerzen zu lindern und ihnen eine einfühlsame Sterbebegleitung zu bieten. Damit setzen wir ein Zeichen für ein Leben in Würde bis zuletzt.“

Mit dem Hospizverein Passau und dem Palliativnetz Niederbayern haben sich zwei in der Region etablierte Institutionen zur Gründung der SAPV-Passau gGmbH zusammengeschlossen. Zum 1. Oktober 2015 nimmt das SAPV-Team seine Arbeit auf. Das Bayerische Gesundheitsministerium unterstützt die Aufbauphase dieses Teams mit 15.000 Euro. Insgesamt stellt der Freistaat in diesem Jahr wieder 100.000 Euro für die Anschubfinanzierung von SAPV-Teams zur Verfügung.

Die Ministerin unterstrich: „Bayern setzt sich bereits seit Langem für den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung ein. Mit einem Team aus qualifizierten Ärzten, geschulten Pflegekräften und weiteren Fachkräften bietet die spezialisierte ambulante Palliativversorgung den Betroffenen und ihren Angehörigen fürsorgliche Begleitung und menschliche Nähe auf ihrem letzten Weg.“

krankenhaus

Huml ergänzte: „Palliativmedizin ist gelebte Menschlichkeit. Deswegen liegt es mir sehr am Herzen, schwerstkranke Menschen und ihre Familien mit einer einfühlsamen Sterbebegleitung zu unterstützen. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen sind wohnortnahe Angebote besonders wichtig, die Patienten mit schweren Erkrankungen nicht allein lassen. Denn wenn schwerstkranke Menschen wissen, dass sie am Ende ihres Lebens nicht allein gelassen werden, ist auch der Wunsch nach Sterbehilfe geringer. Deshalb setze ich mich dafür ein, allen betroffenen Menschen in Bayern Zugang zu einer wohnortnahen palliativmedizinischen Versorgung zu ermöglichen.“

Mit dem neuen SAPV-Team in Passau werden ab Oktober insgesamt 37 Teams für Erwachsene in ganz Bayern tätig sein – davon 18 im ländlichen Raum sowie 4 weitere Teams für Kinder- und Jugendliche.

Neben der ambulanten Versorgung unterstützt der Freistaat auch den Ausbau stationärer Hospize mit bis zu 10.000 Euro pro Hospizplatz. Im stationären Bereich verfügt Bayern derzeit über 18 Hospize mit 180 Plätzen sowie ein stationäres Kinderhospiz im schwäbischen Bad Grönenbach.

Mehr Informationen zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung finden Sie im Internet unter http://www.stmgp.bayern.de/palliativmedizin/spez_ambulant.htm.

Quelle:stmgp.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

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