München:

Bayerns Justizminister Bausback begrüßt Beratung des Gesetzes zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen im Bundeskabinett / „Vorschläge tragen einen klaren bayerischen Stempel / Drei Schwerpunktstaatsanwaltschaften in Bayern“
Das Bundeskabinett berät heute den Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen. Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback äußert sich hierzu sehr erfreut: „Es ist gut, dass der Bund das Thema endlich anpackt. Patienten müssen darauf vertrauen dürfen, dass sich Ärzte und andere Heilberufsträger bei der Behandlung allein an ihrem körperlichen und geistigen Wohl orientieren. Die Vorschläge des Bundes decken sich in weiten Teilen mit den bayerischen Regelungsvorstellungen – sie tragen einen klaren bayerischen Stempel!“

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Bausback kritisiert jedoch, dass die Strafverfolgung nach dem Entwurf der Bundesregierung grundsätzlich von einem Strafantrag abhängen und nur bei einem besonderen öffentlichen Interesse ein Einschreiten von Amts wegen möglich sein soll. „Es kann nicht sein, dass unsere Staatsanwälte in der Regel erst dann tätig werden können, wenn etwa ein Patient, ein Mitbewerber oder eine Krankenkasse ausdrücklich und fristgerecht einen Strafantrag stellt. Schließlich geht es hier um das Vertrauen der Allgemeinheit in die Integrität der Heilberufe, das nicht zur Disposition einzelner Betroffener gestellt werden darf“, so Bausback. „Mit Blick auf die fundamentalen Interessen, die durch den neuen Straftatbestand geschützt werden sollen, sollten unsere Staatsanwälte in allen Fällen, in denen konkreter Verdacht besteht, ermitteln können – so wie das der bayerische Vorschlag vorsieht.“

Ergänzend zu klaren gesetzlichen Vorschriften bedürfe es vor allem auch klarer Strukturen bei der Strafverfolgung, um die Korruption im Gesundheitswesen effektiv bekämpfen zu können. „Bayern hat hier frühzeitig gehandelt: Wir haben bereits zum 1. Oktober 2014 drei Schwerpunktstaatsanwaltschaften eingerichtet, die für Korruptions- und Vermögensdelikte von Angehörigen der akademischen Heilberufe im Zusammenhang mit ihrer Berufsausübung zuständig sind“, so Bausback. „Unsere spezialisierten Staatsanwälte bei den Staatsanwaltschaften München I, Nürnberg-Fürth und Hof haben das spezifische Fachwissen und die nötige Erfahrung, ob im Sozialrecht oder beim kassenärztlichen Abrechnungssystem, um solche Straftaten effektiv verfolgen zu können.“

Abschließend hebt Bausback klar hervor: „Es geht mir nicht darum, den Akteuren auf dem Gesundheitsmarkt generell unlauteres Verhalten zu unterstellen. Die ganz überwiegende Mehrheit der Ärzte und sonstigen Heilberufsträger ist tagtäglich und mit großem persönlichem Einsatz um die Gesundheit und das Wohl der Patienten bemüht. Es geht lediglich um die kleine Zahl der schwarzen Schafe, die ihre Entscheidungsmacht missbräuchlich und zum Schaden ihrer rechtschaffenen Kollegen ausnutzt.“

Quelle:stmj.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.