München:

Bildungsminister Spaenle, Staatssekretär Eisenreich und vbw-Hauptgeschäftsführer Brossardt: 21 Berufsschulen entwickeln ab September passgenaue Unterrichtskonzepte für junge Asylbewerber und Flüchtlinge
Modellprojekt liefert wichtige Impulse für Ausbildung und Berufsvorbereitung jugendlicher Asylbewerber und Flüchtlinge

„An unseren Berufsschulen wollen wir die nach Bayern kommenden jugendlichen Flüchtlinge und Asylbewerber bestmöglich unterstützen. Wir haben für sie daher spezielle Klassen eingerichtet – ein Modell, das bundesweit Beachtung findet. Bei dem Erreichten wollen wir aber nicht stehen bleiben“, sagte Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle heute in München. „Deswegen begrüßen wir es sehr, dass das Projekt ,Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge‘ zum kommenden Schuljahr an 21 bayerischen Berufsschulen starten wird“, betonte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildungspakt Bayern.
Das Projekt wurde von der Stiftung Bildungspakt Bayern zusammen mit dem Bayerischen Bildungsministerium und der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e. V. ins Leben gerufen. Es zielt darauf ab, die engagierte Arbeit der bayerischen Berufsschulen zu unterstützen und zu optimieren.
Momentan werden im Freistaat an rund 80 Berufsschulstandorten jugendliche Asylbewerber und Flüchtlinge in etwa 260 speziellen Klassen über zwei Jahre auf das Berufsleben vorbereitet. Sie erhalten im ersten Jahr eine intensive sprachliche Förderung, im zweiten Jahr findet eine zusätzliche Berufsvorbereitung statt. Ein Ziel des neuen Modellprojekts ist es, herauszufinden, wie Schule die Jugendlichen noch besser auf einen erfolgreichen Übergang in eine duale Ausbildung oder den ersten Arbeitsmarkt vorbereiten kann. Anhand der gewonnenen Informationen sollen die vorhandenen Unterrichtskonzepte für die jugendlichen Flüchtlinge und Asylbewerber weiterentwickelt werden. „Dadurch können wir die jungen Menschen in ihrer Ausbildung und Berufsvorbereitung noch gezielter fördern“, unterstrich Staatssekretär Eisenreich.

 

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), die das Projekt als Exklusivsponsor unterstützt, erläuterte: „Aufgrund der zentralen Rolle der Berufsschulen bei der Integration von Asylbewerbern in den Ausbildungsmarkt setzt unser Projekt hier an. Je besser die Sprachförderung, je besser die auf die Zielgruppe zugeschnittene Berufsorientierung, desto besser die Eingliederung in den Ausbildungsmarkt. Mit dem Projekt werden wir Erkenntnisse erlangen, die die Basis für die flächendeckende und zügige Ausbildungsmarktintegration von Asylbewerbern mit hohen Bleibechancen bieten.“

Ein wissenschaftlicher Beirat wird das Projekt mit seiner Expertise begleiten, insbesondere im Hinblick auf berufspädagogische Gesichtspunkte, Spracherwerb sowie interkulturelle und psychologische Aspekte. Erkenntnisse aus dem Projekt werden während der gesamten Laufzeit kontinuierlich an Schulen und Lehrkräfte weitergegeben und fließen in deren Arbeit vor Ort ein.

Das Projekt startet im September und ist auf vier Schuljahre angelegt.

Folgende 21 Schulen nehmen am Modellprojekt „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“ teil:
Oberbayern:P1000861
– Staatliche Berufsschule I Rosenheim
– Staatliche Berufsschule Altötting
– Staatliche Berufsschule Weilheim i. OB
– Staatliche Berufsschule Eichstätt
– Staatliche Berufsschule Dachau
– Städt. Berufsschule zur Berufsvorbereitung am Bogenhauser Kirchplatz München

Niederbayern:
– Staatliche Berufsschule Kelheim
– Staatliche Berufsschule Vilshofen a. d. Donau

Oberpfalz:
– Staatliche Berufsschule Schwandorf
– Staatliche Berufsschule Weiden i. d. Opf.

Oberfranken:
– Johann-Vießmann-Schule, Staatl. Berufsschule Hof – Stadt und Land
– Lorenz-Kaim-Schule, Staatl. Berufsschule Kronach

Mittelfranken:
– Staatliche Berufsschule II Ansbach
– Staatliche Berufsschule Erlangen
– Städt. Berufsschule 5 Nürnberg (Körperpflege, Textil/Bekleidung, Floristen, JoA, Berufsvorb.)
– Städt. Berufsschule 11 Nürnberg für Bau-, Maler- und Holzberufe

Unterfranken:
– Staatl. Berufsschule I Aschaffenburg
– Franz-Oberthür-Schule Würzburg, Städt. Berufsschule I

Schwaben:
– Staatliche Berufsschule Höchstädt a. d. Donau
– Staatliche Berufsschule Mindelheim
– Staatliche Berufsschule Immenstadt i. Allgäu

Quelle: stmbw.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.