Berlin:

Elektrogeräte/Recycling
Mehr Recycling, weniger illegaler Schrott – Entsorgung für
Elektro-Altgeräte wird erleichtert

Für die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten sollen ab
Herbst 2015 neue Regeln gelten. Die wichtigste Verbesserung für
Verbraucher und Verbraucherinnen: Der Handel muss unter bestimmten
Bedingungen ausgediente Elektrogeräte kostenlos zurücknehmen. Dadurch
kommt es bundesweit zu einer Vielzahl neuer Rückgabestellen, die Menge an
Geräten, die hochwertig recycelt wird, erhöht sich hierdurch. Der
illegale Export von Elektroaltgeräten kann zudem stärker eingedämmt
werden. Der Bundestag verabschiedete dazu gestern eine Novelle des bisher
geltenden Elektro- Elektronikgerätegesetzes (ElektroG).

elektroschrott

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks begrüßt die Verabschiedung der
Novelle: “Computer oder Handys sind echte Rohstofflager. Die wollen wir
am Ende ihrer Lebensdauer nutzen und schaffen jetzt mit vielen
Elektrohändlern ein engmaschigeres Rücknahmenetz. Außerdem legen wir
die Grundlagen dafür, zukünftig die Kriterien für ein hochwertiges
Recycling weiterzuentwickeln. Das spart unserer Volkwirtschaft viel Geld
und schont die Umwelt.“

Große Elektrohändler sind künftig verpflichtet, Elektro-Altgeräte wie
Kühlschränke oder Flachbildschirme beim Neukauf eines gleichwertigen
Geräts zurückzunehmen. Kleinere Geräte, wie Föhne, Mobiltelefone oder
Rasierapparate – der Gesetzgeber spricht von Geräten mit einer
Kantenlänge bis zu 25 cm – müssen sie auch ohne Neukauf eines
entsprechenden Geräts zurücknehmen. Die Abgabe der Elektrogeräte
erfolgt immer kostenlos. Als „große Elektrohändler“ gelten solche
Geschäfte, die über mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche für
Elektro- und Elektronikgeräte verfügen, zum Beispiel Elektro- oder auch
Baumärkte. Kleinere Fachgeschäfte und Lebensmitteldiscounter werden von
der Rücknahmepflicht ausgenommen.

Es wird damit gerechnet, dass zukünftig weniger Geräte über den
Hausmüll entsorgt werden. Im Jahr 2013 lag die Sammelmenge bei 7,6 kg pro
Jahr und Einwohner. Durch das Gesetz soll diese Menge deutlich gesteigert
werden.
Was das Gesetz noch bewirken soll: indem die Entsorgung in Deutschland
vereinfacht wird, soll auch der illegale Export von Elektro- und
Elektronik-Altgeräten stärker eingedämmt werden. Für die Ausfuhr von
Elektroaltgeräten werden darüber hinaus Mindestanforderungen festgelegt
und eine Beweislastumkehr eingeführt. Zukünftig muss der Exporteur
beweisen, dass es sich um Gebrauchtgeräte und nicht um Abfall handelt.

Das so genannte ElektroG wird am 10. Juli 2105 abschließend im Bundesrat
behandelt und tritt anschließend in Kraft. Der Handel wird nach
Inkrafttreten neun Monate Zeit haben, seinen Verpflichtungen nachzukommen
und die erforderlichen Rücknahmestellen einzurichten. Viele Händler tun
das heute schon freiwillig.

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
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Quelle: bmub.bund.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.