Berlin:

Engere Zusammenarbeit in der Berufsbildung mit Portugal
Deutschland und Portugal weiten Kooperation aus / Wanka: „Jungen Menschen eine berufliche Perspektive geben“

Deutschland und Portugal wollen ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der dualen Berufsausbildung verlängern. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, reist heute für zwei Tage nach Lissabon, um mit ihrem portugiesischen Amtskollegen Nuno Crato, Minister für Bildung, Hochschulwesen und Wissenschaft, Gespräche zu aktuellen Themen der gemeinsamen Berufsbildungskooperation zu führen und eine Vereinbarung zur Erweiterung der Zusammenarbeit zu unterzeichnen. Damit wird die 2012 begonnene deutsch-portugiesische Berufsbildungszusammenarbeit fortgeführt.

portugal

„Portugal hat einen erfolgreichen Reformkurs eingeschlagen, den wir nach Kräften unterstützen“, so Wanka in Lissabon. „Unser gemeinsames Ziel ist es, jungen Menschen eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen, die Beschäftigung und berufliche Perspektiven sichert“.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Portugal ist seit 2014 um 4,2 Prozentpunkte zurückgegangen, liegt mit 31,2 Prozent aber immer noch weit über dem europäischen Durchschnitt (EU-28: 20,7 Prozent). Das Interesse Portugals am deutschen Dualen System ist daher groß. Mit der verstärkten Zusammenarbeit werden weitere Maßnahmen angestoßen, um Jugendlichen bessere Ausbildungsangebote machen zu können. Ziel ist es beispielsweise, Unternehmen und Wirtschaftsverbände in Portugal stärker in das Ausbildungssystem einzubinden oder die Auslandsaufenthalte von Auszubildenden im jeweils anderen Land weiter auszubauen. Gemeinsame Projekte zur Qualität im Berufsbildungssystem, wie die Verbesserung der Ausbildung portugiesischer Ausbilder, werden fortgeführt. Zudem wird der Austausch zwischen den verschiedenen Berufsbildungsinstitutionen, wie dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der portugiesischen Nationalen Agentur für die Qualifikation und berufliche Bildung (AN! QUEP), um Themen wie Attraktivität und Finanzierung der Berufsausbildung erweitert.

Ein wichtiger Bestandteil der deutsch-portugiesischen Berufsbildungskooperation ist es auszuloten, welche Teile des dualen Ausbildungssystems für Portugal anwendbar sein könnten. „Entscheidend ist in Portugal wie in Deutschland die Durchlässigkeit der Bildungswege, damit junge Menschen den für sie richtigen Ausbildungsweg finden können“ so Wanka. „Unsere Gesellschaften brauchen Akademiker und Fachkräfte. Wir brauchen die Ingenieurin und den Elektriker gleichermaßen.“

Wanka wird während ihres Aufenthalts in Portugal auch Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Arbeitsministeriums sowie aus Forschung und Wissenschaft führen. Sie wird zudem zwei Berufsschulen besuchen und die internationale Konferenz „Berufsausbildung -Wettbewerbsfähigkeit – wirtschaftliche Prosperität“ der Deutsch-Portugiesischen Industrie- und Handelskammer eröffnen, zu der portugiesische Wirtschaftsvertreter, Sozialpartner und Fachleute aus Verwaltung, Politik und Berufsbildungspraxis erwartet werden, die sich über das duale System der Berufsbildung informieren.

Das BMBF fördert beispielsweise mit dem Projekt VETnet beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auch die Deutsch-Portugiesische Industrie- und Handelskammer dabei, das Image der beruflichen Bildung in Portugal zu verbessern und mehr Unternehmen für eine duale Ausbildung zu gewinnen.

Quelle:bmbf.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.