Berlin:

Partnerschaft mit China im Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt startet
Sauberes Wasser und nachhaltige Urbanisierung sind Themen der Zusammenarbeit / Schütte: „Wir können viel voneinander lernen“

Deutschland und China bauen ihre Zusammenarbeit auf den Gebieten der nachhaltigen Stadtentwicklung und des Trinkwasserschutzes aus. Mit einer deutsch-chinesischen Konferenz zur nachhaltigen Urbanisierung in Shanghai fällt heute der Startschuss für gemeinsame Aktivitäten beider Länder im Wissenschaftsjahr 2015 „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit China ist erstmals ein internationaler Partner an einem Wissenschaftsjahr beteiligt. Die nachhaltige Urbanisierung ist neben Abwasserbehandlung, Gewässerschutz und Trinkwassersicherheit eines der zentralen Themen, in denen Deutschland und die Volksrepublik China ihre Kooperation zur Entwicklung von Technologien und Innovationen intensivieren.

„Trotz der unterschiedlichen urbanen Strukturen in China und Deutschland können wir in der nachhaltigen Stadtentwicklung viel voneinander lernen“, sagte Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, zur Eröffnung der Konferenz. „China steht vor gewaltigen Herausforderungen, was die Entwicklung seiner Städte angeht. Innovative Umwelttechnologien und Planungsansätze für nachhaltige Stadtentwicklung in den schnell wachsenden Städten können hier unter realen Bedingungen gemeinsam erprobt werden.“

china

In Peking unterzeichnete Staatssekretär Schütte zusammen mit dem Minister für Wissenschaft und Technologie, Wan Gang, eine gemeinsame Erklärung über die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit im chinesischen nationalen „Major Water Programme“. Mit diesem Programm geht China gegen die Wasserverschmutzung in seinen großen Fluß- und Seeregionen vor. Wan und Schütte verkündeten den Start von drei neuen gemeinsamen Forschungs- und Innovationsprojekten mit dem Ziel, für die Seen Dianchi, Tai und Chao sowie den Liao-Fluss Lösungen zur Verbesserung der Wasserqualität zu entwickeln. Diese Gewässer sind wichtige Trinkwasserreservoire, allein der Tai See versorgt zehn Millionen Menschen mit Trinkwasser.

Auf der Umwelttechnologiemesse „IE expo“ in Shanghai, die Schütte ebenfalls besuchte, wurde die chinesisch-deutsche Demonstrationsanlage zur Wasseraufbereitung und Energiegewinnung (SEMIZENTRAL) in Qingdao mit dem „GreenTec Award“ im Bereich Urbanisierung ausgezeichnet. Die seit 2008 verliehenen GreenTec Awards zählen weltweit zu den größten unabhängigen Umwelt- und Wirtschaftspreisen. SEMIZENTRAL wird durch das BMBF und das chinesische Wissenschaftsministerium gefördert und wurde 2014 eröffnet.  Mit dieser Demonstrationsanlage wird weltweit zum ersten Mal unter realen Bedingungen gezeigt, wie Abwasser aufbereitet und wiederverwendet und aus dem Klärschlamm Energie und Phosphor zurückgewonnen werden können.

Quelle: bmbf.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.