München:

Scharf: Wildpferde im Stadtwald / Landschaftspflege soll erweitert werden

Im gesamten Freistaat tragen unzählige kreative Projekte zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Das bekräftigte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf beim Besuch eines bayernweit einzigartigen Beweidungsprojekts mit Przewalski-Pferden im Stadtwald Augsburg. „Das Projekt ist ein Musterbeispiel, wie Naturschutz gemeinsam mit den Menschen vor Ort und den Landwirten der Region gelingt. Die lichten Kiefernwälder im Stadtwald Augsburg sind ein Eldorado der Artenvielfalt und werden von den Wildpferden erhalten: Eine seltene Art hilft bedrohten Arten. Auch die Augsburger haben die Tiere inzwischen in ihr Herz geschlossen. In über 300 Umweltbildungsveranstaltungen wurden über 6.000 Menschen erreicht“, so Scharf. Im Augsburger Stadtwald ist neben dem seltenen Kleinen Knabenkraut oder der Feldgrille auch der weltweit größte Bestand der Sumpfgladiole mit über 400.000 Exemplaren heimisch. Durch den Rückgang der Wanderschäferei drohten die lichten Kiefernwälder jedoch zu verbuschen und die Arten zu verschwinden. Da mit den klassischen Methoden der Landschaftspflege – wie Mahd und Schafbeweidung – ein dauerhafter Schutz der lichten Kiefernwälder nicht möglich ist, wurde 2007 vom Landschaftspflegeverband Augsburg das Projekt mir 5 Przewalski-Pferden gestartet. Die Tiere tragen mit ihrem Fraß- und Wanderverhalten auf knapp 30 Hektar Fläche dazu bei, lichte Strukturen zu erhalten. Gleichzeitig sichert die Maßnahme den Bestand der Przewalski-Pferde. Weltweit gibt es nur noch 2.000 Tiere. Der Bayerische Naturschutzfonds fördert das Beweidungsprojekt Hasenheide mit knapp 160.000 Euro.

pferde

Landschaftspflege und Vertragsnaturschutz sind entscheidende Werkzeuge für den Natur- und Artenschutz in Bayern. Die 55 Landschaftspflegeverbände in Bayern setzen zwei Drittel aller geförderten Landschaftspflegemaßnahmen im Freistaat um. Scharf: „In den Landschaftspflegeverbänden gehen Naturschutz, Landwirtschaft und Behörden Hand in Hand. Das ist kooperativer Naturschutz in Reinkultur, den wir auch in Zukunft nach Kräften unterstützen werden. Unser Ziel ist ein flächendeckender Ausbau der Landschaftspflegeverbände. Denn mit ihnen gewinnen unsere Regionen.“ Das Umweltministerium stellt mit dem Landschaftspflegeprogramm jährlich 14 Millionen Euro für Maßnahmen vor Ort zur Verfügung.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.