München:
Scharf: Klonprodukte in Lebensmitteln EU-weit verbieten

Bayern setzt sich 2015 für ein EU-weites Verbot von Klonprodukten in Lebensmitteln ein. Das betonte die Bayerische Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf heute in München: „Die aktuelle Rechtslage ist unzureichend. Wir wollen ein dauerhaftes und umfassendes Verbot des Klonens von Tieren zur Lebensmittelproduktion. Kein Copy and Paste in der Tierzucht. Zusätzlich brauchen wir für Europa ein vollständiges Importverbot von Klonnachkommen und aus diesen hergestellten Lebensmitteln. Die EU muss ihre Pläne deutlich nachbessern. Das Klonen von Tieren ist ethisch nicht vertretbar“, so Scharf. Nach derzeitiger Rechtslage können Lebensmittel von Klontieren innerhalb der EU in einem umfangreichen Prüfverfahren zugelassen werden. Für die Nachkommen von geklonten Tieren gibt es dagegen keine gesetzliche Regelung. Deren Lebensmittel können daher ohne Kennzeichnung in Verkehr gebracht und in die EU importiert werden. Ein aktueller Richtlinien-Entwurf der EU greift das Thema auf. Allerdings sieht der Entwurf lediglich ein vorläufiges Verbot des Klonens von Tieren zur Lebensmittelproduktion sowie des Inverkehrbringens von Klontieren und von deren Lebensmitteln vor. Das Verbot soll bereits fünf Jahre nach dem Inkrafttreten wieder überprüft werden. Außerdem sind weiterhin keine Regelungen zum Umgang mit Klonnachkommen vorgesehen. Scharf: „Die Mehrheit der Verbraucher lehnt Lebensmittel von geklonten Tieren ab. Nur ein umfassendes Klon- und Importverbot trägt den Bedenken der Verbraucher Rechnung.“ Außerdem werde nur damit verhindert, dass durch Importe die Verbote in der EU umgangen werden. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat sich Umweltministerin Scharf in einem Schreiben an den zuständigen EU-Kommissar gewandt.

paragraf

Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand bestehen durch den Verzehr von Lebensmitteln von geklonten Tieren zwar keine gesundheitlichen Risiken für Menschen. Allerdings führt das Klonen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei den Muttertieren sowie bei einem erheblichen Anteil der Klontiere: von Fehlgeburten über eine schwächere Immunabwehr und Organfehlbildungen bis hin zu einer kürzeren Lebensspanne der Tiere.

Quelle:stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.