Berlin:

Staatssekretär Machnig: Weitere signifikante CO2-Reduktion im Pkw-Bereich nur
durch breiten Einsatz alternativer Antriebstechnologien möglich
Datum: 27.1.2015

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Matthias
Machnig, stellt heute anlässlich einer Fachveranstaltung in der Ständigen
Vertretung in Brüssel die vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene
Studie „CO2-Emissionsreduktion bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nach 2020“
<http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=686692.html> vor. Sie kommt zu
dem Ergebnis, dass weitere signifikante CO2-Reduktionen unter 95 g CO2/km nur
durch den breiten Einsatz alternativer Antriebstechnologien wie insbesondere
Elektromobilität
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Industrie/Industrie-und-Umwelt/elektromobilitaet.html>
zu erreichen sind.

ferarri

Staatssekretär Machnig: „Klar ist: Wir müssen auch im Verkehrsbereich die
CO2-Emissionen weiter reduzieren, wenn wir die EU-Klimaziele
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Europaische-und-internationale-Energiepolitik/europaeische-energiepolitik.html>
erreichen wollen. Auf EU-Ebene liegt der Fokus bislang auf der Regulierung der
CO2-Emissionen der Pkw-Neuwagenflotte. Die aktuelle Studie zeigt: Weitere
deutliche CO2-Einsparungen lassen sich nur durch einen breiten Einsatz
alternativer Antriebstechnologien erreichen. Dies ist zugleich mit großen
wirtschaftlichen Herausforderungen verbunden. Der Zeitpunkt für neue
CO2-Zielwerte für die Zeit nach 2020 muss daher gut gewählt werden und in enger
Verknüpfung mit den Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Industrie/Industrie-und-Umwelt/elektromobilitaet,did=575200.html>
stehen. Wir brauchen insgesamt einen umfassenden Ansatz zur CO2-Vermeidung im
Straßenverkehr und ein breites Bündel an Instrumenten und Maßnahmen, die
sorgfältig aufeinander abgestimmt sein müssen.“

Laut der Studie sind weitere deutliche Emissionsreduktionen technisch möglich,
stellen aber wirtschaftlich eine große Herausforderung dar. Denn hierfür müssen
insbesondere alternative Antriebstechnologien wie Plug-In-Hybride und reine
Batteriefahrzeuge in stärkerem Maße in den Markt gebracht werden. Diese
Technologien sind auf absehbare Zeit noch mit deutlichen Mehrkosten verbunden,
die letztlich der Verbraucher bei Erwerb eines Neuwagens zahlen muss. Zwar spart
der Einsatz neuer Technologien Kraftstoffkosten. Dies kann aber die Mehrkosten in
der Regel nicht in gleichem Umfang kompensieren.

„Ich plädiere deshalb für eine offene Diskussion mit allen Betroffenen. Den
Rahmen dafür hat der Europäische Rat im Oktober festgelegt. Er hat die
EU-Kommission gebeten, nach 2020 weitere Instrumente und Maßnahmen für ein
umfassendes und technologieneutrales Konzept zu prüfen. Über ein solches
umfassendes Konzept, das auch Anreize für Emissionsminderungen im Fahrzeugbestand
erfasst, sollten wir baldmöglichst die Diskussion auf europäischer Ebene
beginnen.“

Die derzeit geltende europäische CO2-Gesetzgebung im Pkw-Bereich wurde zuletzt im
März 2014 novelliert. Nach der maßgeblichen Verordnung (EG) Nr. 443/2009 müssen
die durchschnittlichen CO2-Emissionen der europäischen Pkw-Neuwagenflotte bis zum
Jahr 2015 auf 130 g CO2/km und bis Ende des Jahres 2020 auf 95 g CO2/km
verringert werden. Insbesondere die mit der Novelle im März 2014 erfolgte
Fortschreibung des Zielwerts für die Zeit bis Ende 2020 entspricht einer weiteren
Emissionsreduktion um etwa 25 Prozent im Vergleich zu den tatsächlichen
durchschnittlichen Emissionen der Pkw-Neuwagenflotte im Jahr 2013 (126,7 g
CO2/km). Die Europäische Kommission ist aufgefordert, die geltende Regulierung
bis Ende 2015 zu überprüfen.

Die Studie „CO2-Emissionsreduktion bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nach 2020“
des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University wurde im
Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellt. Sie leistet
einen wichtigen Diskussionsbeitrag für die Überprüfung und Weiterentwicklung der
CO2-Regulierung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen für die Zeit nach 2020.

Sie ist hier <http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=686692.html>
abrufbar:

* Endbericht in deutscher Sprache (PDF: 3 MB)
<http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/co2-emissionsreduktion-bei-pkw-und-leichten-nutzfahrzeugen-nach-2020-abschlussbericht,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf>
* Kurzfassung (Management Summary) in deutscher Sprache (PDF: 916 KB)
<http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/co2-emissionsreduktion-bei-pkw-und-leichten-nutzfahrzeugen-nach-2020-management-summary,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf>
* Kurzfassung (Management Summary) in englischer Sprache (PDF: 932 KB)
<http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/co2-emission-reduction-potential-for-passenger-cars-and-light-commercial-vehicles-post-2020-management-summary,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf>

Quelle: bmwi.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.