München:

Scharf: Spitzenplatz für Umwelttechnik „Made in Bavaria“

Knapp 26 Milliarden Umsatz in der Umweltwirtschaft

Bayern hat seine Führungsposition in der Umwelttechnik weiter ausgebaut. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf. „Bayern ist Spitzenreiter in der Bundesliga der Umweltwirtschaft. Mit einem Umsatz von nahezu 26 Milliarden Euro wird jeder fünfte Euro der gesamten deutschen Umweltwirtschaft in Bayern erwirtschaftet. Vom Freistaat gehen wichtige Impulse für den weltweiten Fortschritt im Klimaschutz und bei der Ressourceneffizienz aus. Wir wollen diesen Wirtschaftszweig weiter stärken – für die Umwelt und den Standort Bayern“, so Scharf. Der Anteil der bayerischen Umweltwirtschaft am Gesamtumsatz der bayerischen Wirtschaft beläuft sich auf knapp drei Prozent. Diese Erfolge kommen auch den Beschäftigten zu Gute. Gegenüber 2010 stieg die Zahl der Beschäftigten in der bayerischen Umweltwirtschaft im Jahr 2011 um 7,5 Prozent und damit mehr als doppelt so stark wie im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt. Scharf: „Die Umweltwirtschaft ist eine Perspektivbranche. Mehr als 84.000 Menschen sind in diesem zukunftsweisenden Wirtschaftszweig beschäftigt. Das zeigt: Umweltschutz ist ein Jobmotor für Bayern.“ Die statistische Erfassung der Umweltwirtschaft in den Ländern erfolgte erstmals nach neuen europaweit einheitlichen Vorgaben für die Jahre 2010 und 2011.

Die Umsatzstatistik gibt zudem Aufschluss über Struktur und Schwerpunkte der bayerischen Umweltwirtschaft. Mit einem Exportanteil von rund 46 Prozent beweist die bayerische Umweltwirtschaft ihre internationale Wettbewerbsstärke und liegt deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt von rund 39 Prozent. Scharf: „Der Klimaschutz hat für die Bayerische Staatsregierung oberste Priorität. Auch für die bayerische Umweltwirtschaft hat dieser Bereich eine besondere Bedeutung. Über 80 Prozent der Umsätze entfallen auf klimafreundliche Produkte. Der Exportanteil in diesem Segment beträgt fast 50 Prozent. Damit schützt Technik ‚Made in Bavaria‘ weltweit das Klima.“

elektroschrott

Die Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft gehen beim Klimaschutz gemeinsam mit gutem Beispiel voran. „Klimaschutz geht alle an. Es ist wichtig, dass die Europäische Union sich wieder entschlossen an die Spitze der internationalen Klimaschutzbewegung stellt. Das neue europäische Klimaziel ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Diesen Schwung müssen wir für einen erfolgreichen Weltklimagipfel 2015 in Paris nutzen“, so Scharf. Bis dahin muss eine Vielzahl wichtiger Themen angegangen werden. Beispielsweise hat der niedrige Preis für CO2-Verschmutzungszertifikate in Deutschland für einen regelrechten Braunkohleboom gesorgt. Scharf: „Wir dürfen bei der Energiewende unsere Klimaziele nicht aus den Augen verlieren. Wir müssen den vermehrten Einsatz von Braunkohle zur Stromerzeugung kritisch hinterfragen. Hier muss der Bund auf europäischer Ebene gegensteuern.“

Quelle:stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.