Brüssel – Berlin:

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und fünf europäische Landwirtschaftsminister verabschieden gemeinsame Erklärung zum nachhaltigen Umgang mit landwirtschaftlicher Fläche
Anlässlich der traditionellen Osingverlosung, einer Freimarkung bei Bad Windsheim, Mittelfranken, hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zusammen mit den Ministerkollegen aus Luxemburg und den Niederlanden sowie einem Ministeriumsvertreter aus Polen, dem Staatssekretär aus der Schweiz und einer Vertreterin des österreichischen Landwirtschaftsministeriums am Freitag das gesamt-europäische Thema „Flächeninanspruchnahme“ diskutiert.

Dabei ging es um die Konkurrenz der verschiedenen Nutzungsansprüche an landwirtschaftliche Fläche, von Nahrungsmittelerzeugung über Siedlungs- und Infrastrukturmaßnahmen bis hin zu Naturschutz und Tourismus. Im Anschluss an das Treffen sagte Bundesminister Schmidt: „Pro Tag gehen allein in Deutschland 80 Hektar Agrarfläche verloren. Das ist ein Umstand, der auch meine Ministerkollegen in den Nachbarländern beschäftigt. Wir waren uns daher einig, dass die außerlandwirtschaftliche Flächeninanspruchnahme eingedämmt werden muss.“

Schmidt verwies darauf, dass in den Niederlanden, Österreich, Luxemburg, der Schweiz, Polen und Deutschland ein bedeutender Anteil der Landesfläche landwirtschaftlich genutzt werde, dieser Anteil sich aber seit langem kontinuierlich verringere. „Die Konsequenz aus dieser Erkenntnis muss sein: Unversiegelte Böden, insbesondere land- und forstwirtschaftliche Flächen besonders zu schützen.“

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In einem gemeinsamen Kommuniqué setzen sich neben Schmidt daher die Agrarministerin der Niederlande und die Agrarminister Österreichs, Luxemburgs, der Schweiz, Polens und Deutschlands für eine wirtschaftliche, soziale und ökologisch nachhaltige Nutzung landwirtschaftlicher Produktionsflächen ein. Landwirtschaftliche Flächen seien die elementare Produktionsgrundlage zur globalen Ernährungssicherung, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.
Bundesminister Schmidt betonte: „Die Erhaltung der zahlreichen Bodenfunktionen geht jedoch weit über die Anforderungen land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen hinaus. Es ist daher wichtig, die Sensibilität für die Thematik Bodenschutz und Bodenerhaltung in der Öffentlichkeit zu verankern. Dazu gehören unter anderem die Themen Erosionsschutz, Wasserspeicher und Artenschutz.

Die sechs Agrarminister wollen laut Kommuniqué insgesamt fünf Ziele erreichen. Neben der Sicherung bäuerlichen Eigentums an Grund und Boden durch breite Eigentumsstreuung zählen dazu auch die Reduzierung der Flächenumwidmung, die Sicherung der Nahrungsmittelproduktion, die Förderung umwelt- und ressourcenschonender Bewirtschaftungsweisen und die Zukunftsgestaltung durch nachhaltiges Wachstum.

Die Agrarminister wollen sich nun für die Umsetzung dieser Ziele sowohl national als auch auf europäischer und globaler Ebene einsetzen und entsprechende Vorkehrungen und Bemühungen anderer Organisationen und Institutionen unterstützen.

Im Anschluss an die Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung besuchte Schmidt mit seinen Kollegen die Osing-Verlosung, bei der es sich um die jahrhundertealte Tradition der Verlosung von 213 Feldanteilen (264 Hektar) handelt, die jeweils nach 10 Jahren auf diese Weise umverteilt werden.

Quelle.Bmel.bund.de

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.