München:

Huber und Bernreiter: Gesteuerte Flutpolder helfen Menschen an der Donau

Gesamtpaket für Hochwasserrückhalt in der Fläche

Der Freistaat setzt beim Hochwasserschutz in Zukunft noch stärker auf einen Hochwasserrückhalt in der Fläche. Das betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber heute gemeinsam mit dem Präsidenten des Bayerischen Landkreistags, Landrat Christian Bernreiter: „Der Schutz der Menschen in Bayern vor einem Hochwasser duldet keinen Aufschub. Technischer Hochwasserschutz und natürlicher Hochwasserrückhalt gehen dabei Hand in Hand. Die Maßnahmen ergänzen sich in ihrer Wirkung und entfalten gemeinsam die größtmöglichen Effekte an den Flüssen. Mit den gesteuerten Flutpoldern entlang der Donau kann die Hochwasserwelle um mehr als 10 Prozent gekappt werden. Das hat einen entscheidenden Nutzen für 120.000 Menschen. Dieses Generationenprojekt wollen wir schrittweise umsetzen. Der Bürgerdialog und die weiteren Verfahrensschritte für die geplanten gesteuerten Flutpolder können jetzt vorbereitet werden.“ In einer Studie hatte die TU München entlang der Donau 12 Standorte für die Errichtung von gesteuerten Flutpoldern identifiziert. Insgesamt könnte damit ein Rückhaltevolumen von 136 Millionen Kubikmetern geschaffen werden. So können – zusammen mit den anderen Hochwasserschutz-Maßnahmen – Schäden wie beim Jahrhunderthochwasser 2013 vermieden und bei noch extremeren Hochwässern entscheidend verringert werden.

trinkwasser

Am Standort Riedensheim (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) besteht inzwischen Baurecht, an den Standorten Katzau (Landkreise Eichstätt und Pfaffenhofen a. d. Ilm) und Öberauer Schleife (Stadt Straubing und Landkreis Straubing-Bogen) wurden bereits Raumordnungsverfahren durchgeführt. Für 6 weitere Standorte werden nach dem inzwischen erfolgten Abschluss der vertieften Wirkungsanalysen die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren vorbereitet. Huber: „Die Untersuchungen haben gezeigt, dass gesteuerte Flutpolder an allen 12 Standorten sinnvoll sind. Wir setzen auf Offenheit und Dialog. Vor dem Start der Verfahren werden wir vor Ort intensive Gespräche mit den Bürgern führen. Die Anregungen aus den Gesprächen werden in die anschließenden Verfahren übernommen. Flutpolder werden nicht genehmigt, wenn Beeinträchtigungen für die Bürger nicht ausgeschlossen werden können.“ Um ausreichend Zeit für die weiteren Schritte zu haben, sollen auf den geplanten Polderflächen vollendete Tatsachen verhindert werden – beispielsweise Bauvorhaben, die die Errichtung eines gesteuerten Flutpolders erschweren können. Deshalb wird in den kommenden Wochen durch die Wasserwirtschaftsämter die sogenannte vorläufige Sicherung der Flächen bei den zuständigen Landratsämtern beantragt, sofern die Flächen nicht bereits anderweitig gesichert sind, etwa als Überschwemmungsgebiete oder als Vorranggebiet Hochwasser.

Parallel dazu wird der natürliche Rückhalt in der Fläche weiter gestärkt. Dazu hat das Umweltministerium zwei neue Untersuchungen in Auftrag gegeben: ein neues „Auenprogramm Bayern“ beim Landesamt für Umwelt sowie ein neues Projekt bei der TU München, das noch einmal detailliert die Wirkungen des natürlichen Hochwasserrückhalts in verschiedenen Szenarien durchrechnet. Huber: „Wir prüfen bayernweit alle Potenziale für den natürlichen Hochwasserrückhalt. Der natürliche Hochwasserrückhalt soll helfen, Hochwasserwellen zu verlangsamen. Außerdem erhoffen wir uns große Effekte für den Natur- und Artenschutz entlang der Flüsse. Neue Maßnahmen sollen in einem bayernweiten Gesamtpaket parallel zum technischen Hochwasserschutz umgesetzt werden.“

Der Präsident des Bayerischen Landkreistages, Landrat Christian Berneiter, unterstützt die Bayerische Staatsregierung bei ihren Vorhaben und bekräftigt, dass wirksamer Hochwasserschutz bereits im Oberlauf der Flüsse beginnen muss, jeder Unterlieger ist auch Oberlieger. Darum müssen alle solidarisch einen Beitrag leisten!

Weitere Informationen zu den einzelnen Standorten im Internet unter www.wasser.bayern.de.

Quelle:stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.