München – Fulda:

Bayerns Justizminister Bausback und Hessens Justizministerin Kühne-Hörmann fordern stärkere Anstrengungen im Kampf gegen Kinderpornografie
Fulda – Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und ihr bayerischer Amtskollege Prof. Dr. Winfried Bausback treffen sich heute in Fulda, um aktuelle rechtspolitische Themen zu erörtern. Dabei fordern beide Minister einen effektiveren Einsatz des Bundesjustizministers im Kampf gegen Kinderpornographie und vereinbaren, sich im Bundesrat gemeinsam für Verbesserungen beim strafrechtlichen Schutz der Kinder in diesem Zusammenhang stark zu machen.

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Enttäuscht zeigte sich Justizministerin Eva Kühne-Hörmann vom Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums für ein Gesetz zur Umsetzung europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht. „Nach der gesellschaftlichen Debatte zuvor hätte ich mir mehr Ehrgeiz von Bundesjustizminister Heiko Maas gewünscht. Der Referentenentwurf fällt durch den Praxistest. Was man zur Bekämpfung von Kinderpornografie braucht, sind nicht nur strafrechtliche Kulissen, sondern effiziente Ermittlungsmöglichkeiten“, so die Justizministerin, die darauf hinwies, dass sie die ersten Beratungen im Bundesrat dazu im Herbst erwarte.

 

Die Justizministerin wies auf den Zusammenhang zwischen den Strafrahmen der Straftatbestände zur Kinderpornografie und den Ermittlungsmöglichkeiten der Behörden hin. „Der Strafrahmen für den Besitz von kinderpornografischem Material bleibt auch nach dem Referentenentwurf unangemessen niedrig. Damit gilt der Besitz von kinderpornografischem Material nach dem Referentenentwurf weiterhin nicht als Straftat von erheblicher Bedeutung. Dies ignoriert die Erkenntnisse der Praxis über den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kinderpornografie und realen Missbrauchshandlungen. Solange die Ermittlungsbehörden zur Aufklärung eines einfachen Diebstahls mehr Möglichkeiten haben als bei der Bekämpfung von Kinderpornografie, sind wir noch nicht am Ziel“, so die Justizministerin.

 

Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback verweist auf den bayerischen Bundesratsentwurf zu einem verbesserten Schutz von Kindern bei Nacktaufnahmen (BR-Drs. 127/14). Diesen hatte er am 11. April im Bundesrat vorgestellt (http://www.justiz.bayern.de/presse-und-medien/pressemitteilungen/archiv/2014/51.php). Er forderte die SPD geführten Länder auf, sich einer Beratung des Gesetzentwurfes nicht länger zu verschließen: „Der Bundesrat als eigenständiges Gesetzgebungsorgan sollte nach meinem Verständnis selbst ein klares und unmissverständliches Signal gegen den entwürdigenden Handel mit Nacktaufnahmen von Kindern gegen Entgelt oder auf Tauschbörsen setzen – anstatt mit Verweis auf die Pläne des Bundesjustizministers abzutauchen. Zumal dessen Vorschläge mich nicht überzeugen. Der bayerische Gesetzentwurf liegt auf dem Tisch. Das darin enthaltene klare Bekenntnis zum Schutz der Würde und der Persönlichkeitsrechte junger Menschen kann sich der Bundesrat jederzeit zu eigen machen. Und das sollte er auch!“

 

Einig sind sich die Minister beim Thema Vorratsdatenspeicherung. „Gerade auch im Bereich der Kinderpornografie im Internet fordern viele Sachverständige und unsere Staatsanwältinnen und Staatsanwälte die Einführung dieses wichtigen Ermittlungsinstruments. Wir sehen deshalb in der Vorratsdatenspeicherung einen wirkungsvollen Schritt zur Bekämpfung u. a. dieser Straftaten“, so Kühne-Hörmann und Bausback heute in Fulda.

Quelle: stmj.bayern.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.